Dann ist der HERR dem Unterdrückten eine Festung, eine Festung in Zeiten der Bedrängnis. Und auf dich vertrauen, die deinen Namen kennen; denn du hast nicht verlassen, die dich suchen, HERR.
Psalm 9,10-11
Der Psalm 9 ist ein Lied aus unruhigen Zeiten. David singt es, während er von Feinden bedrängt wird, in einer Zeit, in der viel Unrecht geschieht und die Welt zu wanken scheint. Die heutige Welt ist nicht ruhiger geworden. In der Ukraine und im Nahen Osten herrscht Krieg. Viele Menschen wissen nicht, wie es weitergeht. Auch in unserem Land ist einiges ins Wanken geraten. Man spricht bereits von einer gespaltenen Gesellschaft. Selbstverständliche Rechte einer Demokratie, wie das, eine andere Meinung zu vertreten, werden infrage gestellt. Von Gott sollte nur in universaler Weise gesprochen werden, bedeutet man uns. Unseren Gott, den Gott der Christen, als einzig verehrungswürdig zu preisen, scheint vielen gegenüber den anderen Religionen unzumutbar zu sein. Doch wir lassen uns nicht verunsichern, indem uns Vorschriften gemacht werden von jenen, die selbst nichts von Gott wissen wollen. Wir Christen haben einen entscheidenden Vorteil: Wir wissen, dass wir in unserem Herrn einen sicheren Halt haben. Er ist die Hoffnung der Armen und Unterdrückten. In aller Bedrängnis ist er eine sichere Festung für alle, die ihn suchen.
Gebet
HERR, du bist unsere Zuflucht in Zeiten der Not. Stärke unsere Hoffnung und zeige noch vielen Suchenden den Weg aus aller Not. Amen.