„Lass die Worte meines Mundes und das Sinnen meines Herzens wohlgefällig sein vor dir, Herr, mein Fels und mein Erlöser.“
Psalm 19,15
Wenn ein Mensch betet, spricht er nicht nur zu Gott, sondern er sagt auch vor anderen Menschen, was er hofft und glaubt. Das Gebet ist somit eine Form der Verkündigung. Wer betet, legt Zeugnis ab. Gebete im kleinen Kreis verkünden, dass Gott mitten unter uns ist. Dort, wo zwei oder drei Menschen zusammenkommen und in einfachen Worten ihre Bitten vorbringen, wird das Gebet zum Raum der Nähe Gottes.
In Fürbitten wird verkündigt, dass Gott sich den Leidenden zuwendet. Darin wird ausgesprochen, woran wir glauben: dass kein Mensch vergessen ist, kein Schmerz zu klein und keine Hoffnung vergeblich ist. Segensworte verkünden, dass die Kraft Gottes größer ist als unsere Möglichkeiten. Gebete im Besuchsdienst verkündigen, dass Gott die Menschen nicht allein lässt. Ein kurzes Gebet am Krankenbett, im Wohnzimmer oder an der Haustür ist oft wirkungsvoller als eine lange Rede. In der Seelsorge schenkt oft ein einziger gebeteter Satz mehr Trost als eine lange Erklärung.
Vergessen wir dabei nicht: Im Gebet spricht nicht nur der Mensch. Im Gebet spricht Gott durch den Menschen. Damit sollen auch alle ermutigt werden, die sich schwer tun, ein Gebet anzustimmen. Wenn wir uns Gott öffnen, werden die richtigen Worte aus unserem Mund kommen.
Gebet
HERR Jesus, lehre uns zu beten, damit unser Gebet zu Verkündigung wird und dein Wort durch uns hörbar wird. Amen.