Frieden und Zugang – für alle

Und er kam und verkündigte Frieden euch, den Fernen, und den Nahen; denn durch ihn haben wir beide den Zutritt zu dem Vater in einem Geist. 
Epheser 2,17-18

„Wenn Konflikte zwischen christlichen Gruppen mit unterschiedlichem Hintergrund entstehen, kann man sicher sein, dass sie vergessen haben, dass sie durch dasselbe Evangelium gerettet wurden und denselben Zugang zu Gott haben. Eine oder beide Gruppen haben normalerweise das Gefühl, einen besseren Zugang zu Gott zu haben.“ (Enduring Word)

Stellen wir uns zwei christliche Hauskreise vor: Hauskreis A arbeitet sehr textorientiert. Sie liest die Bibel Satz für Satz, stellt Fragen, prüft Formulierungen, bleibt eng am Text. Hauskreis B ist eher enthusiastisch. Sie betet frei, teilt Eindrücke, singt spontan, spricht viel über persönliche Erfahrungen mit Gott.

Beide Hauskreise lieben Christus, lesen die Bibel, beten und suchen Gottes Nähe. Doch irgendwann entsteht Spannung, weil die einen sagen: „Nur wer am Text bleibt, bleibt wirklich bei Gott.“ Und die anderen sagen „Nur wer sich vom Geist begeistern lässt, erlebt Gott wirklich.“ Beide meinen es gut.

Aber beide haben — ohne es zu merken — einen Zugang zu Gott definiert, der über Christus hinausgeht. Paulus erinnert uns daran: Christus hat Frieden verkündigt — den Fernen und den Nahen. Durch ihn haben alle Zugang zum Vater, in einem Geist. Und unser Zugang zu Gott hängt nicht von Stil, Form oder Tradition ab, sondern allein von Christus. Wo wir das vergessen, verlieren wir den Frieden, den er uns geschenkt hat.

Gebet:
HERR, bewahre uns davor, unseren eigenen Weg zu dir für den einzig richtigen zu halten. Schenke uns Demut, Liebe und den Blick für die Einheit, die du geschaffen hast. Lass uns einander nicht nach Formen beurteilen, sondern nach der Gnade, die uns alle trägt. Amen.

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