Andacht Heute

Das Nachdenken über kommende Prüfungen

Darüber freut ihr euch, obwohl ihr jetzt für kurze Zeit ganz unterschiedlichen Prüfungen ausgesetzt seid und manches Schwere durchmacht.
1. Petrus 1,6

    Das griechische Wort „peirasmos” kann mit „Prüfung”, „Versuchung”, „Anfechtung” oder „Probe” übersetzt werden. Dabei könnte man noch unterscheiden, ob diese Prüfungen von Gott oder von Satan ausgehen. Wenn man darüber nachdenkt, inwieweit Gott die Versuchungen des Widersachers zulässt, gerät man schnell in den Bereich von Spekulationen. Dann entstehen Sätze wie: „Gott will mit seinen Prüfungen die Beständigkeit unseres Glaubens unter Beweis stellen.” Was Gott von uns will, steht jedoch eindeutig in der Bibel. Was er darüber hinaus will, müssen wir nicht erraten. Weder Petrus noch andere neutestamentliche Autoren sagen, dass Gott Prüfungen schickt oder zulässt, damit man etwas Bestimmtes dazulernt. Solche Sätze sind oft gut gemeint, gehen aber über den Text hinaus. Sie versuchen, Gottes verborgene Ratschlüsse zu entschlüsseln – etwas, wozu wir nicht berufen sind. Was Gott will, steht auch hier klar im Text: Unser Glaube soll sich bewähren und wir sollen in der Hoffnung standhaft bleiben. Wir sollen uns im Vorläufigen freuen und uns auf das erneute Kommen Jesu am Ende der Zeit ausrichten.

    Gebet
    Herr Jesus Christus, mach uns fähig, in der kurzen Zeit der Traurigkeit auf die große Freude zu schauen, die du uns verheißen hast. Amen.