Still werden, weil Gott groß ist

„Seid still und erkennt, dass ich Gott bin.“
Psalm 46,11

In diesem Psalm geht es zuvor darum, dass Gott der Halt bleibt, auch wenn die Erde wankt. Er gibt Stärke und Zuversicht in großen Nöten. Seine Macht übersteigt die aller Völker und Königreiche. Er beendet Kriege und stiftet Frieden. Wenn wir all dies erkannt haben, ergeht an uns der zentrale Ruf des Psalms: „Seid still und erkennt, dass ich Gott bin.“ Wir brauchen diese Aufforderung, da wir in der Gefahr leben, Gott im Lärm der Welt zu überhören. Ich muss nicht näher auf die Nachrichtenflut eingehen, der wir täglich ausgesetzt sind. Es reicht schon unser Alltag mit all seinen Lasten, die es zu bewältigen gilt. Sorgen und Ängste treiben uns vor sich her. Wir reagieren mit Aktivismus. Wir wollen retten, kontrollieren, erklären. Dabei hören wir mehr auf die Angst als auf Gott. Und mitten darin lesen wir in diesem Psalm, dass wir still sein sollen. Wir sollen erkennen, dass Gott dies sagt und dass er es ist, der für uns handelt – er, der über den Völkern steht. Stille ist der Weg zurück zur Wahrheit: Gott ist Gott – und wir dürfen ihm vertrauen.

Gebet
HERR, unser Gott, du weißt, wie schnell wir handeln, reden, planen, und wie schwer es uns fällt, einfach still zu werden. Mach unsere Unruhe ruhig, unsere Angst klein, und dein Wort groß. Amen.

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