Auswegslosigkeit führt ins Gebet

Unsre Seele harrt auf den HERRN; er ist uns Hilfe und Schild.
Psalm 33,20

Wir sind gerettet auf Hoffnung hin.
Römer 8,24

Wir sind den zweiten Tag im Urlaub. Ein wunderschöner Campingplatz mit einem sehr gepflegter kleinen See mit Seewiese lädt uns ein, noch weitere Tage zu bleiben.

Man möchte nicht glauben, dass ich noch vor kurzem fast verzweifelt bin als ein explosionsartiger Knall im Kühlschrank ein riesiges Chaos auslöste. Peter war gerade den Müll wegbringen und ich alleine mit der Bescherung. Die 1 Liter-Colaflasche im Gefrierfach war geplatzt und überdeckte den gesamten Inhalt des Kühlschranks mit Eissplittern, die scharf waren wie Glasscherben und sofort zum Schmelzen begannen. Ich musste schnell sein. In der Enge des Wohnwagens mit der ständig zufallenden Kühlschranktür und dem sich automatisch schließenden Eisfach war ich ziemlich überfordert. Ich hätte dringend Peter gebraucht aber er kam und kam nicht.

Während des Putzens haderte ich mit Gott und sagte: „Immer bin ich alleine, wenn etwas passiert. Willst du mich für etwas strafen? Soll ich vielleicht danken für den ganzen Mist?
Ja DANKE!“ Komischerweise bekam ich sofort eine Antwort, die mich beruhigte.

Als Peter zurück kam, war ich fertig mit Putzen. Er hatte sich länger mit dem Nachbarn unterhalten, der sich bedankt hat, dass wir ihm am Vorabend in einer Sache helfen wollten, denn er hatte kein Bargeld mehr.

Danke HERR, dass du selbst mit Mißgeschicken unsere Erkenntnisse mehrst.

PS:: Als wir um den See spazierten, setzten wir uns auf eine Bank und ich hielt uns einen Fächer mit Bibelversen hin…

Peter zog: Befiehl du deinen Weg dem HERRN, auf IHN vertraue, ER wird´s schon machen. Ps 37,5
Ich zog den Vers: Wir müssen immer nach den Dingen streben, die Frieden bringen und mit denen wir uns gegenseitig stärken können. Röm 14,19

Wir schmunzelten und sagten: Wie das wieder passt…

Eine Antwort auf „Auswegslosigkeit führt ins Gebet“

  1. Darauf können wir zunächst nur hoffen und warten, obwohl wir schon gerettet sind. Hoffen aber bedeutet: noch nicht haben. Denn was einer schon hat und sieht, darauf braucht er nicht mehr zu hoffen. Römer 8,24 (Hoffnung für alle)

    Von Vaclav Havel stammt das Zitat:
    Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
    dass etwas gut ausgeht,
    sondern die Gewissheit,
    dass etwas Sinn hat,
    egal wie es ausgeht.

    Der individuelle Wunsch nach einem glücklichen Ausgang wird unterschieden von einer Zuversicht, dass alles getragen wird von einem Sinn, auch wenn nicht alles in Erfüllung geht, was wir anstreben. Dies ist durchaus ein Schlüssel dafür, wie der Gläubige mit Negativerlebnissen umgehen sollte. Wir wollen alle nicht, dass uns z. B. etwas passiert, das die Urlaubsfreude schmälert. Wie im Fall der „Cola-Explosion“ kann das die Euphorie ganz plötzlich umschlagen lassen in große Frustration. Wir sehen, wie eine kleine Unbedachtsamkeit große Folgen haben kann. Noch wichtiger ist die Erkenntnis, dass all unsere Sorgfalt, unser Planen und Streben nicht ausreichen können, und wir den Schutz des HERRN bitter nötig haben. Die drei christlichen Grundtugenden bestehen aus Glaube, Liebe und …Hoffnung. Sie ist es, die uns nicht abhandenkommen darf, weil wir durch sie die Aussicht auf ein glückliches Ende aller unserer Unternehmungen haben. Uns erwartet etwas, was wir noch nicht haben. Wir dürfen diese Hoffnung nie aufgeben.

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