Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.
Apostelgeschichte 2,42
Am Ende meiner Betrachtungen zu den Möglichkeiten der Verkündigung darf eine Form nicht fehlen. In Hauskreisen werden regelmäßig Impulse gesetzt. Diese leben nicht von einer einzelnen Stimme, sondern von der gemeinsamen Suche nach Gottes Wort. Es handelt sich dabei weder um eine Predigt noch um einen Vortrag oder eine fertige Auslegung. Sie sind ein Raum, in dem Menschen gemeinsam hören, fragen, teilen und wachsen. Oft wirkt das gemeinsame Nachdenken tiefer als jede Predigt, weil die Teilnehmer selbst entdecken, was Gott ihnen sagt. Hauskreise schaffen einen Raum, in dem Gottes Wort nicht nur gehört, sondern auch gelebt wird. Sie zeigen, dass Verkündigung nicht nur Aufgabe derer ist, die gut reden können. Hier muss niemand lange sprechen, aber zuhören und kleine Beiträge zum Wort aus der Bibel geben kann jeder.
Die ersten Christen handelten genauso: Sie trafen sich in Häusern, lasen die Schrift, beteten, teilten Erfahrungen und stellten Fragen. Die Verkündigung erfolgte nicht nur durch die Apostel, sondern durch die Gemeinschaft. Darum möchte ich dazu aufrufen, solche Räume zu schaffen: kleine Kreise an offenen Tischen, an denen Gottes Wort gemeinsam entdeckt wird. Laden wir dazu ein!
Gebet
HERR, du führst uns zusammen. Lass unsere Gemeinschaft ein Ort werden, an denen dein Geist wirkt und unser Glaube sich vertieft. Amen.