„Muss ich nicht darauf achten, nur das zu reden, was mir der HERR in den Mund gelegt hat?“
4. Mose 23,12
Balak, der König der Moabiter, hat Angst vor den Israeliten. Er glaubt, dass ein Fluch das Volk schwächen könne. Darum lässt er Bileam kommen und beauftragt ihn, Israel zu verfluchen. Doch Bileam sagt klar: „Wie soll ich fluchen, dem Gott nicht flucht?“ Bileam ist kein Held des Glaubens. Er ist ein Wahrsager mit zweifelhaftem Ruf. Aber Gott wählt ihn aus und macht ihn zu einem Werkzeug seines Segens. Gott braucht keine perfekten Menschen, um seinen Willen durchzusetzen. Er braucht nur einen Mund, den er füllt, und den Mut, das Gesagte weiterzugeben. Balak wollte Israel schaden und dazu Bileam benutzen. Doch Gott zeigt: Segen und Fluch liegen nicht in Menschenhänden.
Was könnten wir aus dieser Geschichte lernen? Verleumdung und Feindschaft gegenüber Juden haben eine lange Geschichte. Wir sollten erkennen, dass Gottes Treue zu Israel nicht von der Bewertung anderer Völker, unserer Medien, politischen Gruppen und Aktivisten abhängig ist. Speziell für uns gilt: Nicht jede Erwartung, die andere an uns richten, ist Gottes Auftrag. Es gibt jedoch Momente, in denen Gott uns ein Wort in den Mund legt. In einer Welt voller Stimmen und Meinungen bleibt uns die Freiheit, nicht alles zu sagen. Aber wir dürfen das sagen, was Gott uns in den Mund legt.
Gebet
HERR, segne Israel, das Volk und alle Menschen, die dort leben. Segne auch unser Land, damit wir nicht in alte Muster der Feindschaft zurückfallen. Gib uns Mut, das zu sagen, was du uns ins Herz legst – Worte des Friedens, der Wahrheit und der Hoffnung. Du bist bei deinem Volk, und du bist bei uns. Darauf vertrauen wir. Amen.