Wer auf sein Fleisch sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten.
Galater 6,8
Paulus meint mit „Fleisch“ nicht seinen Körper, sondern eine Lebensweise, die sich um das eigene Ego dreht, nur die kurzfristige Befriedigung sucht und Gott ausblendet. Es prägt uns, was wir säen. Womit ich mich „ernähre”, das wächst auch. Da können wir uns fragen: Womit füttern wir unsere Gedanken? Ist es allein die tägliche Flut negativer Informationen aus den Medien? Mithilfe von KI wird es heute immer schwieriger, zwischen echten und erzeugten Meldungen zu unterscheiden. Aber nicht jede Information ist Nahrung, nicht jedem Impuls muss man nachgeben. Vieles stresst, ängstigt oder verwirrt uns nur.
Da hilft nur, immer öfter „Nein” zu diesem geistigen Junkfood zu sagen. In einer Welt voller künstlicher Stimmen brauchen wir eine Stimme, die nicht algorithmisch optimiert ist. Die Bibel ist nicht manipulierend, nicht auf Klicks aus und auch nicht auf Empörung programmiert. Sie schenkt uns feste geistige Nahrung. Sie ist eine Wahrheit, die trägt. Ein einziger Vers kann uns mehr Klarheit schenken als tausend Meldungen aus den Medien. Unser Inneres ist wie ein Garten: ein Ort, an dem Gedanken wachsen, Gefühle Wurzeln schlagen und Entscheidungen reifen. Manches kommt als Samen von außen, zum Beispiel durch Worte, Bilder, Nachrichten oder Begegnungen. Halten wir öfter mal inne und fragen uns: Was lasse ich in meinen inneren Garten hinein – und was nicht? Und wir sollten kein schlechtes Saatgut verwenden: ständige Empörung, angstschürende Nachrichten, Neid und Vergleich, Reizüberflutung sowie Gedanken, die uns kleinmachen. Entnehmen wir den guten Samen der Bibel. Darin finden wir Worte, die unseren inneren Garten aufblühen lassen.