Es soll euch zuerst um Gottes Reich und Gottes Gerechtigkeit gehen, dann wird euch das Übrige alles dazugegeben.
Matthäus 6,33
In BILD Online geht es heute unter anderem um das Luxusleben von Prinz Andrew, den derzeit hohen Benzinpreis, die Vergabe der Oscars in diesem Jahr und zweifelhafte Schiedsrichterentscheidungen beim Bundesligaspiel Leverkusen gegen Bayern München. Angelus Silesius (1624–1677) formulierte den noch heute bekannten Satz: „Mensch, werde wesentlich!” Damit meinte er, dass alles Äußerliche, Zufällige und Lautstarke vergehen wird, nur das Wesentliche, das von Gott kommende, wird bleiben. Sein Ruf ist eine Antwort auf eine Welt, die die Menschen ins Seichte, Oberflächliche, in die Zerstreuung ziehen will. Wir verlieren uns allzu leicht in Dingen, die laut, aber nicht wichtig sind.
Jesus lädt uns in seinem Matthäus-Evangelium ein, unsere Aufmerksamkeit neu zu ordnen: Zuerst auf das, was trägt. Wer das Wesentliche sucht, wird frei von der Tyrannei des Unwesentlichen. Konzentrieren wir uns auf das Reich Gottes und nicht auf Schlagzeilen. Man muss sich nicht völlig von Pressemeldungen über Politik und Gesellschaft abschotten. Wir sollten uns nur nicht von ihnen das Zentrum unseres Denkens besetzen lassen. Wenn wir dagegen das Wesentliche suchen, macht uns das freier und reicher, denn Jesus sagt: „Dann wird euch das Übrige alles dazugegeben.“