Jesus aber blickte sie an und sprach: Bei den Menschen ist es unmöglich, aber nicht bei Gott! Denn bei Gott sind alle Dinge möglich.
Markus 10,27
Die Geschichte ist voller Beispiele dafür, dass Menschen scheinbar Unmögliches geschafft haben. Ich denke dabei zum Beispiel an die deutsche Wiedervereinigung. Jahrzehntelang schien alles festgefahren. Die Teilung war für viele Menschen ein unverrückbarer Zustand. Politikwissenschaftler, Historiker und Diplomaten gingen fast ausnahmslos davon aus, dass die Mauer noch sehr lange stehen würde. Doch die Ereignisse von 1989/90 zeigten, wie schnell sich politische Realitäten ändern können.
Jesus wies darauf hin, dass Gott Wege öffnen kann, wo Menschen keine sehen. Das „Unmögliche“ ist oft nur das, was wir uns nicht vorstellen können. Wir können daraus lernen, nicht vorschnell zu kapitulieren. Wenn wir Gott darum bitten, schenkt er uns neue Perspektiven und Kraft zum Handeln. Wenn wir blockiert sind, schauen wir meist nur noch auf das Problem. Gott öffnet unseren Blick – manchmal durch ein Wort, durch einen anderen Menschen oder durch eine überraschende Wendung. Wenn wir in unserem Denken feststecken, muss das nicht das Ende der Geschichte sein. Gottes Wege sind selten spektakulär, aber immer überraschend passend.
Gebet:
HERR, öffne mir die Augen für das, was möglich ist. Gib mir Mut, das Schwierige anzupacken, und schenke mir Vertrauen, dass du uns führst. Amen.