Spott als Normalzustand

Wer den Armen verspottet, verhöhnt dessen Schöpfer; und wer sich über eines andern Unglück freut, wird nicht ungestraft bleiben.
Sprüche 17,5

In den sozialen Netzwerken finden wir heute Spott und Hohn in jeder Dimension. Oft wird in Gruppen über Menschen gelacht, die schwach sind oder sich blamiert haben. Dann ergießt sich ein Shitstorm über die Bedauernswerten, die sich nicht dagegen wehren können. In diesen Medien fehlt zweifellos der Blickkontakt, und damit auch die Hemmungen, jemanden zu verletzen. Man gewöhnt sich an eine Haltung der Schadenfreude und Häme, die im echten Leben niemand gutheißen würde.

Wer dies beobachtet, sollte nicht schweigen. Wir sollten den Mut haben, jemanden zu verteidigen, der verspottet wird. Wenden wir uns dagegen, wenn wir sehen, dass ein Mensch mit Spott und Schadenfreude verletzt wird. Wie wir aus dem Spruch ersehen, wird durch Spott über einen Armen und Schwachen auch Gott selbst verletzt. Niemand muss sich wundern, dass diese Verrohung der menschlichen Beziehungen seine Folgen haben wird.

Übt Recht, erweist einander Liebe und Barmherzigkeit! Unterdrückt nicht die Witwen, Waisen, Fremden und Armen; und keiner sinne Böses in seinem Herzen gegen den anderen.
Sacharja 7,9-10

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