Was bleibt einmal von uns?

Denn wir sind Fremdlinge und Gäste vor dir, wie alle unsere Väter. Unser Leben auf Erden ist wie ein Schatten und bleibt nicht bestehen.
1. Chronik 29,15

Danny Gregory ist ein US-amerikanischer Autor, Zeichner und Kreativcoach. Er wurde weltweit bekannt, weil er Menschen dazu ermutigt, durch alltägliches Zeichnen ihre Kreativität wiederzuentdecken. Für ihn ist Zeichnen ein Weg, die Welt bewusster wahrzunehmen. Dazu kann jeder ein Notizbuch zur Hand nehmen und darin nach Herzenslust zeichnen und schreiben – ganz ohne Perfektionismus. Gregory besitzt Hunderte von Skizzenbüchern, die sein Leben über Jahrzehnte dokumentieren. Irgendwann stellte sich ihm die Frage, was damit nach seinem Tod geschehen soll. Er hat dann für sich beschlossen, dass er damit leben kann, wenn alles einmal weggeworfen wird. Seine Skizzenbücher betrachtet er eher als Werkzeuge des Lebens. Sie haben ihren Wert vor allem für ihn selbst und allenfalls für die Menschen, die ihm nahestehen. Ein gläubiger Mensch hat den zustimmenden Kommentar geschrieben: „Ich betrachte mich als vorübergehenden Bewohner dieser Welt mit einem befristeten Auftrag. Das Beste kommt noch … mein Zuhause ist nicht hier.“

In der Bibel, 1. Chronik 29, steht, dass wir am Ende unseres Lebens alles zurücklassen müssen. Unsere Identität sollte nicht an unserem Besitz und dem hängen, was wir hier geschaffen haben. Das schenkt uns Freiheit, gerade weil wir nichts festhalten können. Wir sind Gäste auf Erden, unterwegs zu einer Heimat, die uns bereits erwartet.

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