Andacht Heute

Gottes Nähe in Zeiten der Not

Wenn er zu mir ruft, werde ich ihm antworten. In Zeiten der Not stehe ich ihm bei, ja, ich reiße ihn heraus und bringe ihn zu Ehren.
Psalm 91,15

Der erste Sonntag der Passionszeit heißt Invokavit. Sein Name leitet sich von einem Vers ab: Invocavit me – „Er ruft mich an“. Der Mensch ruft nach Gott, oft aus Not, Bedrängnis oder Sorge. Und Gott antwortet ihm. Er verspricht dem Menschen jedoch nicht, dass es keine Not mehr gibt. Das wäre eine heile Welt, die es nicht geben kann. Der HERR ist uns nah, auch in größter Not. Er lässt niemanden allein, der zu ihm ruft.

Wenn im Vers davon die Rede ist, dass der Mensch herausgerissen und zu Ehren gebracht wird, dann ist das zweifellos möglich. Beispiele dafür gab es immer. Ich denke an die Rettung Daniels aus der Löwengrube. Gott schickte ihm einen Engel, der den Löwen das Maul verschloss. Am Morgen wurde Daniel unversehrt aus der Grube geholt. Wir dürfen immer auf Rettung hoffen, aber wir dürfen nicht erwarten, dass auf jedes unserer Gebete eine triumphale Rettung folgt. Sicher sein dürfen wir aber, dass Gott uns immer hört, wenn wir uns an ihn wenden. Und vergessen wir auch in der Not nicht, Gott für seinen Beistand zu danken!

Wer mir seinen Dank zeigt, der bringt mir ein Opfer dar, das mich ehrt. So ebnet er den Weg, auf dem ich ihm Gottes Rettung zeige.
Psalm 50,23