Andacht Heute

Mit dankbarem Herzen verwurzelt sein

Wie ein Baum in der Erde, so sollt ihr in Christus fest verwurzelt bleiben, und nur er soll das Fundament eures Lebens sein. Haltet fest an dem Glauben, den man euch lehrte. Für das, was Gott euch geschenkt hat, könnt ihr ihm gar nicht genug danken.
Kolosser 2,6

Was könnte dieses „Verwurzeltsein in Christus“ für mich bedeuten? Vielleicht hilft uns ein einfaches Bild: Stellen wir uns einen Apfelbaum vor. Er steht fest, selbst wenn der Wind kräftig bläst. Er muss sich nicht anstrengen, Früchte hervorzubringen. Sie wachsen, weil seine Wurzeln ihn versorgen – still, zuverlässig, Tag für Tag.

So ähnlich kann es auch mit unserem Leben sein. Wenn Christus die Wurzel ist, aus der wir Kraft schöpfen, dann entsteht vieles, was wir uns wünschen – Liebe, Geduld, Freundlichkeit – nicht durch Druck oder Perfektionismus, sondern fast wie von selbst. Nicht, weil wir uns besonders anstrengen, sondern weil wir genährt werden.

Verwurzeltsein heißt nicht: „Ich muss mehr tun.“ Es heißt eher: „Ich darf mich halten lassen.“ Und aus dieser Ruhe heraus entdecken wir, dass sich Gelegenheiten ergeben, unsere Gaben einzusetzen – ohne Stress, ohne den Anspruch, alles perfekt zu machen. Wir dienen aus Freude, nicht aus Pflichtgefühl. Die Bibel nennt das „Frucht“. Und sie erinnert uns daran, dass Frucht ein Geschenk ist. Nicht unser Werk, sondern Gnade.

Wenn wir spüren, dass wir gehalten sind, fällt es leichter, an dem festzuhalten, was uns trägt – an den guten, klaren Worten der Bibel, die uns Orientierung geben. Und am Ende dieses kleinen Abschnitts im Kolosserbrief steht der schöne Satz: Wir können Gott gar nicht genug danken für all das, was er uns schenkt. Er sagt uns nicht: „Du musst ständig dankbar sein.“ Er sagt eher: „Schau einfach hin – es wurde dir so vieles geschenkt, das dich trägt und hält.“