Da rief Jesus: „Was seid ihr nur für eine ungläubige und verdorbene Generation! Wie lange soll ich noch bei euch sein und euch ertragen? Bring deinen Sohn her!“
Lukas 9,42
Wenn man das liest, fragt man sich, warum Jesus so unmutig auf die Menschenmenge reagiert hat, die auf ihn zukam. Ein Vater, dessen Sohn von einem Dämon besessen ist, tritt auf Jesus zu und bittet ihn, seinen Sohn zu heilen. Zu Beginn des Kapitels erfahren wir, dass Jesus seine Jünger ausgesandt hat, um Kranke zu heilen. Doch schon bei diesem ersten Fall reichte ihre Heilkraft nicht aus. Fehlte ihnen der Glaube, obwohl sie doch den kannten, der ihnen die Vollmacht verliehen hatte? Die Menschenmenge stand erwartungsvoll um Jesus herum. Obwohl sie von seinen vielen Wunderheilungen gehört haben mussten, waren sie sich immer noch nicht sicher, ob es ihm auch bei dem besessenen Jungen gelingen würde. Dieser allgemeine Unglaube brachte Jesus zu einer Reaktion, die vielleicht so manchen verwundern könnte. Sollte der Sohn Gottes aber etwa sagen: „Ja, bringt ihn mir her, ich werde mal versuchen, ob ich ihn heilen kann. Ihr seid noch nicht ganz von mir überzeugt, aber ich werde sehen, was ich tun kann.“ ? Jesus zeigte dem Volk, dass es weiterhin ungläubig und verwirrt war, statt endlich zu erkennen, wen es vor sich hatte.
Heute können wir die ganze Heilsgeschichte von Jesus im Neuen Testament nachlesen. Die Existenz und das Wirkien Jesu ist historisch gesichert durch seriöse, unabhängige historische Quellen. Wer das immer noch nicht glaubt, sich hochmütig erhebt und sagt: „Das sind ja alles nette Geschichten, aber an diesen Jesus und seine Wunder kann man als aufgeklärter Mensch doch nicht glauben”, der soll doch nicht ernsthaft denken, dass ein solches Verbohrtsein im eigenen Unglauben nicht Gottes Zorn hervorruft!