Nach der Flut

Denn in ihm leben, weben und sind wir.
Apostelgeschichte 17,28

Seit Tagen sehe ich mir die Aufräum-Arbeiten und Hilfen in den Überschwemmungsgebieten an. Auch ich habe 1991 so etwas erlebt, weil wir in das Haus meiner Schwiegereltern am See zogen.

Die Mauer, die wir anschließend um das ganze Haus zogen, hat sich 2013 bewährt, doch bin ich nicht ohne Furcht, weil Fehlentscheidungen (Baufehler am Seeauslauf) unseren Besitz gefährden. Dazu kommt, dass Starkregen und Versiegelung durch neue Baugebiete auch der neuen B 304 in einer Schnelligkeit in den See laufen, dass der ohnehin zu kleine Ablauf es nicht mehr schafft. Die nächste Überschwemmung kommt und dann wird die Mauerhöhe vielleicht nicht mehr reichen, so meine Befürchtung.

Ich möchte den Bibelvers von heute nochmal groß machen. Wir sind auch weiterhin in Gottes Hand, weil wir an IHN und Seine Güte glauben. Es geschieht nichts, was Er nicht zulässt. Doch heißt es auch, dass gegen Dummheit kein Kraut gewachsen ist. So suche ich nach einer neuen Bleibe, für den Notfall.

Gebet

HERR schenke du mir weiterhin Zuversicht und Vertrauen in Deine Führung. Amen



Eine Antwort auf „Nach der Flut“

  1. Das Kapitel 17 der Apostelgeschichte handelt von der Verkündigung der rettenden Botschaft durch Paulus auf dem Areopag in Athen. Er sprach vor den Intellektuellen der Stadt. Er kam auf ihren Götzendienst zu sprechen, und dass Gott am Ende der Tage ein gerechtes Urteil fällen wird. Sie folgten seinen Worten bis zu dem Punkt, als sie von der Auferstehung der Toten hörten. Da verspotteten sie ihn, und Paulus verließ sie wieder. Einige unter ihnen hatten aber die Botschaft verstanden und schlossen sich ihm an. Sie hatten verstanden, was es heißt, Gottes Kinder zu sein. Ohne ihn sind wir nichts, mit ihm können wir sicher sein, dass er uns seinen Schutz gewährt.

    kineo wird von Luther mit „weben wir“ im Sinne von „hin- und her bewegen“ übersetzt, vielleicht auch, weil es mit „leben“ zusammen einen Gleichklang ergibt. Dies ist aber kein aus uns kommender Vorgang, denn es steht hier im Passiv, also „werden wir in Bewegung gesetzt“, wir werden dazu angestoßen. Gott hat uns das Leben geschenkt, er hat alles in Gang gesetzt. Ohne IHN gibt es für uns kein Sein. Wir müssen uns das immer bewusst machen, auch bei allem, was uns im Leben trifft. Wir Menschen können auf Glück und Unglück nur reagieren. Entscheidend ist, dass wir wissen, dass es allein Gott ist, der uns alles geben und nehmen kann.

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