Was macht Besuch mit uns?

Herr, hab ich Gnade gefunden vor deinen Augen, so geh nicht an deinem Knecht vorüber. 1. Mose 18,3

Jesus sprach zu Zachäus: Ich muss heute in deinem Haus einkehren. Lukas 19,5

Der erste Vers ist eine Bitte an Gott und sehr verständlich.

Ich möchte mal auf den Besuch Jesu bei Zachäus eingehen, der viele Fragen und Gedanken in mir freigesetzt hat.
Warum kann Jesus sich einfach so einladen und woher kommt das MUSS?
Hat der Vater IHN zu Zachäus gesandt?
Hatte Zachäus ein offenes Herz für Jesus und wurde er deshalb erwählt?
Liegt es am richtigen Zeitpunkt, gibt es den überhaupt, und wer hat ihn bestimmt?

Ich denke an meine Mutter, die immer darauf achtete, dass jederzeit Besuch kommen konnte und immer eine gewisse Grundordnung im Haus war. Ich kannte aber die Kammer, in der sich alles sammelte. Diese war mir als Kind weit lieber als der Besuch und die Hektik, die darum gemacht wurde.

Aus der Sicht des Besuchers sieht es aber ganz anders aus. Er will uns erfreuen mit seiner Zeit, seiner Aufmerksamkeit und Liebe. Er möchte kurzum Gemeinschaft mit uns haben.

Jesus beschenkte jedenfalls Zachäus damit und Punktum tat dieser Buße. Er schüttete sein Herz bei IHM aus und bekannte seinen Betrug als Zöllner. Vierfach will er diesen zurückbezahlen. Ich glaube nicht mal, dass Jesus das verlangt hätte aber es zeigt uns, wie ernst es Zachäus war.

Meine Gedanken gehen dahin, ob Jesus beim zweiten Besuch ein geordnetes Leben vorfindet. Wenn Jesus wiederkommt, möchte ich bereit sein und IHM zur Ehre ein reines Herz anbieten, denn ich liebe IHN und ich weiß, dass Er mich zuerst geliebt hat.

Gebet: Hab Dank Herr für Deine Wort und meines Fußes Leuchte.

Eine Antwort auf „Was macht Besuch mit uns?“

  1. „Noah fand Gnade vor den Augen des Herrn“ kam es 1971 aus allen Radios. Der holländische Sänger Bruce Low hatte damit einen großen Hit gelandet. Wohl die wenigsten, die den Song hörten, dachten daran, was diese Gunst bedeutet, die Gott wie im Fall des Noah ihm als einzigen in einer sündigen Welt zuteilwerden ließ. Er rettet ihn und mit ihm überlebte die ganze Menschheit. Aufgrund der erwiesenen Gnade wagte es Abraham, den HERRN zu bitten, bei ihm Einkehr zu halten. Im Lukas-Evangelium suchte Jesus den unbeliebten Zöllner Zachäus aus der Masse der Menschen aus, um in sein Haus einzukehren. Allen dreien, die Gottes Gnade erreicht hatte, war gemeinsam, dass sie sich dieser Gunst bewusst waren. Alles um sie herum war nicht mehr wichtig, der ganze sonstige menschliche Zusammenhang, alles ließen sie liegen und waren offen für diese göttliche Zuwendung. Auch beim Hauptmann von Kafarnaum kam diese Einstellung für alle sichtbar zutage, die Jesus wohlgefällig war und durch die Heilung des Dieners jedem Außenstehenden zu denken geben musste:

    Herr, ich bin nicht würdig, dass du unter mein Dach trittst; aber sprich nur ein Wort, und mein Diener wird gesund werden. Matthäus 8,8

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