Tat und Wahrheit

Dies Volk naht mir mit seinem Munde und ehrt mich mit seinen Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir.
Jesaja 29,13

Meine Kinder, lasst uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit.
1. Johannes 3,18

Ein kurzer Text aus dem „Wort Gottes“ ermahnt uns, tröstet uns oder gibt uns Anweisungen. Aber um den ganzen Sinn und Inhalt der Bibelstellen zu ergründen, sollten wir sie im Kontext lesen. Hier geht es darum, dass Gott Vater, trotz Enttäuschung über sein Volk, seine Versprechen erneuert, zu Ihnen zu halten. Es ist auch wegen uns andern, die wir an Seinem Handeln mit seinem Volk sehen, dass ER der wahre Schöpfergott ist.

Es soll uns Christen ebenso klar werden, auf was es dem Schöpfer ankommt. Er hat uns ja durch Jesus (Den Zweig Jesse) eingepflanzt in Sein Volk. Was ihm gilt, das gilt auch uns. Deshalb sind wir seine Kinder, weil wir Jesus angenommen haben. In Tat und Wahrheit leben, wie sieht das für uns gläubige Christen konkret aus?

Dazu lest in Matthäus 25 ab Kapitel 31 …

Mt 25:35 denn mich hungerte, und ihr gabet mir zu essen; mich dürstete, und ihr tränktet mich; ich war Fremdling, und ihr nahmet mich auf;

2 Antworten auf „Tat und Wahrheit“

  1. Scheinbar im Dienste des Glaubens haben viele, die sich zur Lehre berufen fühlten, viele Worte gemacht zur Frage, wie sich Christen verhalten müssten. Es ist ein Schubladensystem entstanden, das demonstrieren soll, was man zu tun und was man zu unterlassen hat. Wer Christ ist, soll sich an bestimmte Regeln halten. Dies scheinen viele zuallererst verstanden zu haben, wenn Johannes hier von Taten spricht. Hier gilt es aber zu unterscheiden zwischen Taten, mit denen man nur dem Gesetz genügt und denen, die sich aus einer Wesensänderung ergeben. Paulus mahnt, dass das Gesetz nicht aufgelöst ist, es aber allein auch nicht rettet. Jakobus verweist darauf, dass ein Glaube ohne Werke tot ist. Dies ist nur ein scheinbarer Widerspruch. Jakobus wendete sich an Menschen, die nur Lippenbekenntnisse von sich geben und deren Verhalten sich im Leben nicht ändert.

    Aus einem wirklichen Glauben entsteht viel mehr. Es ist eine echte Beziehung zu Gott, die des Menschen Herz umfasst. Dies ist kein rein denkerischer Akt, sondern bezeichnet das, was in früheren Zeiten mit „Mut“ bezeichnet wurde. Es war der Sitz des Fühlens, des Denkens, des Begehrens, des Strebens überhaupt. Ein Mensch, der sein Herz so weit geöffnet hat, benötigt kein noch so als geistlich verankert daherkommendes Kontrollsystem von Gemeinden. Er ist frei in Christus. Aus dieser Verbundenheit entstehen auch die guten Taten.

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