Für die Einen Gericht, für die Andern Gnade

Wenn deine Gerichte über die Erde gehen, so lernen die Bewohner des Erdkreises Gerechtigkeit. Jesaja 26,9

Der Samen gibt dem Sämann und Brot zur Speise, der wird auch euch Samen geben und ihn mehren und wachsen lassen die Früchte eurer Gerechtigkeit. 2. Korinther 9,10

Ich habe mich gestern mit einer Freundin unterhalten, die wie ich Mitgefühl hat, mit alten Menschen, die in den Heimen gehalten werden und nicht sterben können, weil man sie bis zuletzt mit Medikamenten versorgt. Beide sind wir der Meinung, dass Corona für viele Sterbende Gnade Gottes sein könnte. Gott sieht den Einzelfall. Gottes Entscheidung ist es, ob ER bewahrt, richtet oder segnet. Der Segen würde sein, dass ER die Menschen ins Gebet führt, denn Friede mit Gott, bedeutet Segen für die Ewigkeit.

Eine Antwort auf „Für die Einen Gericht, für die Andern Gnade“

  1. In Jesaja 26,9 ist von Gottes Gerechtigkeit die Rede. Sie zeigt sich in seinem Bund mit dem Menschen, dem er Heil zusagt und dafür Dank und Gehorsam erwartet. Dieses Prinzip wir auch als Alter Bund bezeichnet. Wenn Gott für Gerechtigkeit in seinem Sinne sorgt und auf der Erde seine Gerichte vollstreckt, so dient dies zu Lehre für die Menschen.

    Auch im 2. Korinther kommt der Begriff Gerechtigkeit vor. Dabei geht es Paulus ab Kapitel 8 um eine Geldsammlung für die Gemeinde in Jerusalem. Als Grundgedanken stellt er in den Vordergrund, wie reichlich und geradezu verschwenderisch Gott uns ständig beschenkt mit seinen Gaben. Eine Fülle an Getreidekörner liegt vor uns, um weitergereicht zu werden. Nicht aus einem Pflichtgefühl heraus, an das von außen appelliert wird, sondern aus einem fröhlichen Gebertum heraus. Diese reichliche Aussaat wird auch den erhofften Segen geben. Dem Beschenkten wird dann nicht nur seine materielle Not gelindert, noch viel wichtiger ist, dass sein Herz ergriffen wird und er eine Ahnung davon bekommt, welche Fülle ihn im Jenseits erwartet. So kommt der wahre, ewig unvergängliche Wert des rechten Handelns der Gerechtigkeit zutage. Nicht, um sich die Ewigkeit damit zu erkaufen, sondern um dem Herumirrenden und Zaudernden den Weg zu zeigen.

    Im Prinzip soll die Gerechtigkeit Gottes den Menschen zur Besinnung bringen, worauf es wirklich in seinem Leben ankommt, das zeigen beide Bibelstellen ganz klar. Der nur auf Eigennutz ausgerichtete Gesetzlose und der seinen Besitz hortende Kleinkrämer müssen sich anrühren lassen von der Liebe Gottes.

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