Krankheit und Sünde, ein Zusammenhang?

HERR, sei mir gnädig! Heile mich; denn ich habe an dir gesündigt.
Psalm 41,5

Das Gebet des Glaubens wird dem Kranken helfen, und der Herr wird ihn aufrichten; und wenn er Sünden getan hat, wird ihm vergeben werden.
Jakobus 5,15

Es gibt noch viele Bibelworte, die zu erkennen geben, dass Schmerz Krankheit und Schuld in einem gewissen Zusammenhang stehen. Hiob wird oft als Gegenbeispiel genannt, aber auch hier war es die Buße, die ihm neuen Segen bescherte. Seelsorgegespräche bringen ans Licht, was noch im Verborgenen liegt. Nutze das Angebot.


Eine Antwort auf „Krankheit und Sünde, ein Zusammenhang?“

  1. Krankheiten dürfen wir nicht als Strafen betrachten, die automatisch geschickt werden, wenn wir gesündigt haben. Die Freunde Hiobs äußerten diese Vermutung als Erklärung für sein Leid. Doch Gott ist nicht dem Vergeltungsgesetz unterworfen, das wir Menschen untereinander als richtig empfinden. Es ist nicht so, wie wir uns im Umgang mit anderen Menschen Gerechtigkeit vorstellen, dass etwa Gott schon auf Erden die Guten belohnt und die Bösen bestraft. Gott ist vollkommen souverän und muss sich nicht rechtfertigen für sein Tun. Gott kann eine Krankheit bestehen lassen oder sie heilen ganz nach seinem Ratschluss. So ist es auch falsch, spezielle Gebete und Rituale bei Kranken anzuwenden. Wenn wir Gott um etwas bitten, dann funktioniert das nicht wie beim Anruf in der Praxis des Hausarztes. Man kann ihn nicht herzitieren, damit er seine Heilungspflicht erfüllt. Was wir aber praktizieren sollten, ist das kontinuierliche Gebet für einen anderen Menschen, das sich nicht auf die Linderung seiner körperlichen Leiden beschränkt, sondern vor allem sein Seelenheil im Blick hat. Dieses „Gebet des Glaubens“ ist eine Bitte um Gnade verbunden mit dem Eingeständnis unserer Sündhaftigkeit.

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