Aus dem Glauben leben

Der HERR, dein Gott, führt dich in ein gutes Land, ein Land, darin Bäche und Quellen sind und Wasser in der Tiefe.
5. Mose 8,7

Gott hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?
Römer 8,32

Ich bin überzeugt, dass der Darbende Befreiung erlebt, wenn er anfängt zu bitten. Als ich einmal beim morgendlichen Hundespaziergang, einen Obdachlosen liegen sah, da sprach, ich ihn an aber er gab zu erkennen, dass er seine Ruhe möchte. Es war schon Ende Oktober und sehr kalt am See. Ich informierte mich bei der Polizei, was man machen kann, um dem Mann zu helfen. Der Beamte sagte, dass man nur dann helfen soll, wenn man auch darum gebeten wird.

So ist es auch bei Gott. Er liebt uns, aber wenn wir nicht bitten, hilft Er auch nicht. Er lässt uns so lange laufen oder hadern, bis wir den Stolz überwinden und nach IHM rufen. Dazu gibt es die SeelsorgerInnen, die dem Hilfesuchenden die Hand reichen und den Weg zum liebenden Vater zeigen. Schon oft habe ich erlebt, wie schnell der HERR Situationen verändert, sodass der in Not Geratene zu neuer Kraft und neuer Zuversicht gelangt. Doch ohne Dank wird kein Schuh draus.

Eine Antwort auf „Aus dem Glauben leben“

  1. Der Zweifel an der Freigiebigkeit Gottes taucht in der Bibel immer wieder auf. Man kann sich gut vorstellen, dass die Sehnsucht nach dem Gelobten Land beim vierzigjährigen Marsch durch die Wüste zwar vorhanden war, aber der Glaube daran argen Belastungen ausgesetzt war. Dennoch appellierte Moses an sein Volk, weiter zuversichtlich zu sein. Der Herr züchtigt die Seinen zuvor, so wie ein Vater streng mit seinem Sohn umgeht, damit aus ihm einmal etwas wird.

    Im Leben jedes Einzelnen von uns kommen Zeiten der Not, die uns an den Verheißungen Gottes zweifeln lassen. Aber war es nicht schon die größte Gabe, dass er seinen Sohn für unsere Sünden am Kreuz sterben ließ? War das nicht schon die Garantie für alle noch ausstehenden Gaben, die uns noch bevorstehen und gegen die das ersehnte Land der Israeliten nur ein matter Abglanz ist? Wann der Zeitpunkt für die ganze Herrlichkeit da ist, steht ganz in der Allmacht Gottes. Wir sollten ganz auf ihn vertrauen, „in seinen Wegen wandeln und ihn fürchten“ (5. Mose 8,6). Wir dürfen ihn um alles bitten und sollten ihn täglich loben für alles, was er für uns tut.

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