Sichtbarer und unsichtbarer Friede

Bei Jahwe berge ich mich. / Wie könnt ihr zu mir sagen: / „Flieh, Vogel, in die Berge!“?
Psalm 11,1

Jesus spricht: Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.
Johannes 14,27

Was ist mit dem ersten Vers gemeint, dachte ich und las weiter 2 Da! Die Gottlosen spannen den Bogen, / legen den Pfeil auf die Sehne, / um die mit redlichem Herzen / aus dem Dunkel zu treffen. Ich dachte sofort an Heckenschützen und Rufmord. Zu fliehen ist also besser als sich dem Mobbing, wie man es heute nennt, auszusetzen. Es fällt mir auch die Bibelstelle dazu ein, wo es heißt: Und wo euch jemand nicht annehmen wird noch eure Rede hören, so geht heraus von demselben Haus oder der Stadt und schüttelt den Staub von euren Füßen. Matt 10,14 Aktuell kann sogar Corona helfen.

Den wahren Frieden, von dem Jesus spricht im zweiten Vers, das ist der innere Friede. Diesem Frieden will keiner entsagen, der Gottes Gnadengeschenk angenommen und erlebt hat. Er kommt aus der Liebe Gottes! Die Stille Zeit und Bibellese beschenkt uns damit. Deshalb nimm dir Zeit weiterzulesen im lebendigen Wort Gottes und bete, rede mit andern über deinen Glauben. Im Chat ist dazu Möglichkeit – Do und Sa von 16-17 Uhr moderiert.

Eine Antwort auf „Sichtbarer und unsichtbarer Friede“

  1. Im Psalm geht es zunächst um eine militärische Situation. Es wird zur Flucht auf die Berge geraten. Der Psalmist stellt aber klar, dass er unter dem Schutz des Herrn steht. In Johannes spendet Jesus selbst Trost und beruhigt die Menschen, die er zurücklässt. Sie sollten nicht erschrecken oder anders übersetzt: Sie sollten sich nicht verwirren lassen und keine Angst haben.

    Die Art der Anfechtung kann auch im geistigen Sinn gesehen werden. Statt Bogen und Pfeile wie im Psalm können es auch Angriffe sein, die auf unseren Glauben zielen. Dann kann es schon mal sein, dass es klüger ist, weiterzugehen als uns mit all unserer Kraft in den Kampf zu stürzen. Wir sollten aber nicht wie aufgescheuchte Hühner davonrennen und in Schrecken und Verwirrung fallen. Das wäre nicht nur unklug, es würde auch einen Mangel an Vertrauen in Gott zeigen. Wir können gelassen reagieren, weil wir unter dem Schutz des Allerhöchsten stehen. Nur er gibt uns echten Frieden.

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