Zerknirschung des Herzens

Der Herr sprach zu Isaak: Bleibe als Fremdling in diesem Lande, und ich will mit dir sein und dich segnen. 1. Mose 26,3

Führt euer Leben in Gottesfurcht, solange ihr hier in der Fremde weilt. 1. Petrus 1,17

Es kann Jahrzehnte her sein, in denen man in der Fremde lebt, man bleibt ein Fremdling. Erlebnisse, die das Herz zerknirschten, häuften sich und auch die Sehnsucht nach einer besseren Heimat, dem Reich Gottes, wird immer stärker. Verständnis von den Mitmenschen kann man nicht erwarten, die immer schon hier zu Hause waren.

So las ich heute Nacht, auf der Suche nach Trost, in einem kleinen Andachtsbuch, das ich vor einigen Jahren in einem Gebrauchtwaren-Laden erstand. Es war genau das Richtige.
(Der Test ist in Frakturschrift geschrieben und das Deutsch v. Jahr 1889)

Die Zerknirschung des Herzens

Gebet
Hab Dank HERR, dass Du keinen Deiner Kinder alleine lässt, auch wenn wir uns oft sehr fremd in dieser Welt fühlen. Danke, dass du immer bei mir bist und gerade in der größten Not hindurchträgst. Amen

Eine Antwort auf „Zerknirschung des Herzens“

  1. Es ist eine Frage der Entfremdung, die im Petrusbrief steht. Die Christen, die der Apostel anspricht, sind Verfolgung durch ihre Umgebung ausgesetzt. Obschon sie in ihrem Status als Hellenisten in den griechischen Städten formal integriert waren, waren sie Verfolgungen ausgesetzt. Sie fielen durch ihr Verhalten auf. In einer heidnischen Umwelt praktizierten sie ihren christlichen Glauben.

    Auch heute kann man sich als fremd fühlen in einem Land, das höchstens eine weichgespülte Form des Christentums toleriert. Es muss kompatibel sein mit anderen Religionen. Wenn man Kernelemente herausnimmt, wie die Menschwerdung und das Sühneopfer Jesu, dann ist es geeignet für die vielfach geäußerte Übereinkunft, wir hätten ja in allen Religionen „den gleichen Gott“. Probleme bekommt man, wenn man dies bestreitet. Das passt nicht mehr in unsere multikulturelle Gesellschaft. Als Fundamentalist verunglimpft, kann man sich fremd fühlen im eigenen Land. Dabei bietet aber die Vielfalt der Religionen auch eine Chance, den eigenen Glauben zu bezeugen, natürlich mit Achtung und Respekt dem Anderen gegenüber.

    Petrus schrieb seinen Brief, um den verfolgten und verunsicherten Christen Mut zu machen und sie in ihrer Standhaftigkeit zu bestärken. Verstehen auch wir diesen Brief in dieser Weise und nehmen wir ihn zur Hand, wenn wir uns mal wieder zerknirscht und fremd fühlen.

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