Kindersegen

Der HERR mehre euch, euch und eure Kinder!
Psalm 115,14
Seine Barmherzigkeit gilt von Geschlecht zu Geschlecht denen, die ihn fürchten.
Lukas 1,50

Vor zehn Jahren machten wir eine 24 Stunden Bus-Reise nach Prag. Es regnete, war kalt, die Stadt voller Menschen, wir verloren unsere Reiseleiterin, die Kaffees waren voll und wir mussten 8 Stunden bleiben, weil der Busfahrer seine Ruhepause einhalten musste. Ich bat Gott um Hilfe: „Herr, lass doch noch etwas geschehen, was mit DIR zu tun hat, damit das kein verlorener Tag ist.“

Es war schon dunkel als mein Mann sagte, er würde gerne noch den jüdischen Friedhof besuchen. Die alten Eisentore waren aber schon verschlossen und enttäuscht sah ich mich um und entdeckte einen Mann mit Kippa, der ein Tischchen aufstellte. „Das ist die Synagoge“, sagte Peter. Entschlossen ging ich auf den Mann zu und entzifferte ein Wort das Konzert bedeutete. Ich verhandelte kurz, indem ich mein restliches Geld auf den Tisch legte, das bei weitem nicht ausreichte, aber er sah meine Freude und gewährte uns Eintritt.

Es war dort beheizt und ich war überglücklich ob der Gebetserhörung, was auch meinen Mann beeindruckte. Die jüdischen Künstlerinnen, die ein Konzert gaben, kamen mit ihren Babys herein und übergaben sie an die Großmütter. Ich dachte daran, wie der HERR doch sein Volk über tausende von Jahren erhalten hat (durch Kindersegen).

Der Bibelvers von heute erinnerte mich an meine Beobachtungen in Prag, nämlich, dass die jungen Jüdinnen Kinder und Karriere wohl bestens vereinbaren können.

Eine Antwort auf „Kindersegen“

  1. Kinder sollen sich in den Synagogen an die Gottesdienste gewöhnen. Deshalb werden sie von ihren Müttern ganz selbstbewusst mitgenommen. Der Rabbiner achtet darauf, dass dabei der Gottesdienst nicht gestört wird. Es ist schön, wenn man als Gast betrachten darf, wenn es natürlich zugeht zwischen Jung und Alt.

    Wie eine Gesellschaft mit Kindern umgeht, sagt alles aus über ihren Zustand. So können sie als Segen betrachtet werden oder als Hindernis für die Karriere. Bei der Wohnungssuche haben kinderreiche Familien häufig ein Problem. Trotz staatlich unterstützter Beratung ist die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche bei uns immer noch auf einem viel zu hohen Niveau.

    Im Psalm hören wir von Marias Lobgesang (in Lukas 1, 46-55). Darin hebt sie Gottes Barmherzigkeit hervor, die allen gilt, also auch allen künftigen Generationen gilt, den Kindern und Kindeskindern. Natürlich mit der Einschränkung, dass sie in Ehrfurcht vor ihm leben. Alle anderen, die hochmütig nur nach ihren stolzen Plänen leben, wird er hinwegfegen. Dies müssen Eltern ihren Kindern weitergeben, damit sie unter dem Schutze des Allerhöchsten bleiben.

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