Trost, wenn Verletzungen schmerzen

Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.
Jesaja 66,13

Jesus spricht: Ich will euch nicht als Waisen zurücklassen; ich komme zu euch. Denn ich lebe, und ihr sollt auch leben.
Johannes 14,18.19

Trost brauchen wir, wenn wir traurig sind.
Was macht traurig? Wir könnten eine ganze Litanei aufzählen und doch fällt alles unter den Begriff: „Ablehnung“

Da ist es wichtig, dass wir auf Jesus schauen. ER liebt uns und hat sogar unsere Schuld von uns am Kreuz bezahlt. So groß war seine Liebe, dass ER den ganzen Hass ans Kreuz trug. Ich will IHM nun danken dafür, dass ER mich in meiner Traurigkeit versteht, weil er selbst traurig war, weil Er meine Verletzungen heilt, denn ich kann vergeben, wie ER vergeben hat.

Danke mein geliebter Heiland, dass Du die Wahrheit kennst und dass Du mich zu Dir gezogen hast, in deiner Güte. Nimm dich der Feinde an, denn sie wissen nicht was sie tun. Öffne ihre Augen und Ohren, damit sie dich erkennen, wie du wirklich bist. Amen

Eine Antwort auf „Trost, wenn Verletzungen schmerzen“

  1. Manchmal würde ich mir bei den Losungen wünschen, dass ein Vers nicht nur als Halbsatz zitiert wird. Vollständig lautet er nämlich: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet; ja, ihr sollt an Jerusalem getröstet werden.

    Wenn hier von Jerusalem die Rede ist, dann erinnert mich das schlagartig an das Prinzip der Bibelauslegung des Vierfachen Schriftsinns. Jerusalem ist dafür das klassische Beispiel. Zunächst ist es ein ganz bestimmter Ort im Heiligen Land (1. sensus litteralis), dann gilt es in einem tieferen, heilsgeschichtlichen Sinn als die Kirche Christi, der Gemeinschaft der Gläubigen (2. sensus allegoricus). In belehrender Weise erschließt sich der moralische Sinn (3. sensus moralis) durch die Bedeutung Jerusalems als Weg der einzelnen Seele von der Sünde zum Heil. Und zuletzt der verweisende, überirdische Sinn (4. sensus anagogicus): Jerusalem als Reich Gottes im Jenseits. Im theologischen Schriftverständnis war dieses Verständnis nicht allen Gläubigen gleichermaßen zugänglich. Die ungebildeten Laien erfassen nur die 1. Stufe, die Gebildeten auch die 2. Die Fortgeschrittenen und die Weisen verstehen auch die höheren Sinne. So ist die Auffassung der Theologen. Sie wirkt ein wenig theoretisch gestelzt, gleichsam vom Katheter herablassend geäußert. Wir können aber in unserer Bibellese davon profitieren, weil es uns hilft, den vollen Reichtum der Schrift zu erkennen, wenn wir nicht am einfachen Wortsinn hängenbleiben.

    In Jesaja 66,10 steht:  Freuet euch mit Jerusalem und seid fröhlich über die Stadt, alle, die ihr sie lieb habt!

    Wir dürfen uns also freuen über dieses Jerusalem, weil wir damit an das ewige Leben in der „Himmelsstadt“ denken können. Daraus ergibt sich der Trost, auch für dunkle Zeiten, in denen wir Schweres auszuhalten haben.

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