Ermahnung für wohlhabende Gläubige

Ihr trinkt den Wein kübelweise und verwendet die kostbarsten Parfüme; aber dass euer Land in den Untergang treibt, lässt euch kalt.
Amos 6,6

Den Reichen in der jetzigen Weltzeit gebiete, nicht hochmütig zu sein, auch nicht ihre Hoffnung auf die Unbeständigkeit des Reichtums zu setzen, sondern auf den lebendigen Gott, der uns alles reichlich zum Genuss darreicht. 18 Sie sollen Gutes tun, reich werden an guten Werken, freigebig sein, bereit, mit anderen zu teilen, 19 damit sie das ewige Leben ergreifen und so für sich selbst eine gute Grundlage für die Zukunft sammeln.
Tim 6, 18-19

Der Überfluss ist immer eine Gefahr für Menschen.
Wir sehen es jeden Tag an unserer Gesellschaft.
Die Gier nach Ehre und Geld führt von Gott weg.
Darum sagte Jesus für die Endzeit „Wachet und betet“

Eine Antwort auf „Ermahnung für wohlhabende Gläubige“

  1. Dass einseitiges Streben nach materiellem Reichtum und damit verbundene Genusssucht schädlich sind für das geistige Wachstum eines Menschen, dürfte allgemeiner Konsens sein. Sie sind auch gesellschaftlich unverträglich. Vor der immer mehr sich erweiternden „Schere zwischen Arm und Reich“ und möglichen sozialen Unruhen wird allgemein gewarnt. Christliche Jugendverbände mahnen die Wohlhabenden, nicht nur hin und wieder Almosen zu geben, sondern sich für eine gerechtere Verteilung der Güter einzusetzen. Es könne nicht sein, dass eine kleine Schicht von Superreichen zusieht, wie sich das Gros der Menschheit kaum das Existenzminimum sichern kann. Dies alles ist sicher bedenkenswert. Aber auch vor den Folgen der Gleichmacherei sollte gewarnt werden.

    Wir sind nun mal nicht alle gleich. Gott hat uns in aller Verschiedenheit so gemacht, wie wir sind. Das trifft auch auf die Bedürfnisse zu. Wenn einer meint, er brauche ein gewisses Maß an Luxus, dann soll er ihn haben, solange er andere damit nicht schädigt. Und sein Nachbar, der nicht so hohe Ansprüche hat und sich mit weniger zufriedengibt, der sollte nicht die Nase rümpfen und seinen eventuell vorhandenen Neid reflektieren. Leben und leben lassen, das ist nicht nur in Bayern ein Leitsatz, der sich bewährt hat. Es gibt sowieso nur einen wahren Reichtum, und der ist geistiger Art. Die echten Perlen sind in der Bibel zu finden und kosten nicht mal was. Wer dies erkannt hat, dessen Verhältnis zum Geld normalisiert sich. Er ist zu gegebener Zeit und Gelegenheit auch großzügig, so wie es im Timotheus-Vers empfohlen wird.

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