Das Leben, das Gott schenkte

Aller Welt Enden sehen das Heil unsres Gottes. Psalm 98,3

Zündet man denn ein Licht an, um es unter den Scheffel oder unter die Bank zu setzen? Und nicht, um es auf den Leuchter zu setzen? Markus 4,21

Gestern sahen wir eine Art Schauspiel mit dem Titel „GOTT“ von Ferdinand von Schirach, der es auf sehr tiefgründige Weise in Dialogen ersonnen hat. Es ging um das Thema „Suizid auf Wunsch“, dem das oberste Verfassungsgericht (4 Frauen, 2 Männer) in diesem Jahr zustimmte. Anschließend konnte man per Telefon abstimmen. Wir waren entsetzt, dass sich mehr als 70 % für das suizidale Sterben entschieden haben, von dem sich die Ärzteschaft und die Kirche konsequent distanziert hat.

Es gibt in der Bibel einen bekannten Selbstmörder, Judas. Es wird erwähnt, dass Satan in ihn fuhr. Wer versteht es nicht so, dass auch wir das Heil verlieren, wenn wir uns dazu verführen lassen. Petrus hat Jesus auch verraten, aber er hat bereut und geweint über sich selbst. Hat nicht Jesus ihn lieb gewonnen, weil er bereute? Er wurde gesegnet, indem er sein Licht auf den Scheffel stellen durfte und sein Leben für die Heilsbotschaft einsetzen konnte. Dasselbe sollten wir auch tun, anstatt uns aus Feigheit vom Acker zu machen, wo es doch in der Offenbarung heißt, dass keiner das Reich Gottes erbt, der feige ist.

Eine Antwort auf „Das Leben, das Gott schenkte“

  1. Was war das für ein lebensmüder Mensch, der in diesem TV-Event dargestellt wurde? Er sah keinen Sinn mehr im Leben, weil er seine Frau nach 42 Ehejahren verloren hatte. Er hatte weder unmenschliche Schmerzen, noch konnte man von Depressionen sprechen. Dennoch forderte er von seiner Ärztin, sein Leben zu beenden.

    Ich musste an einen uns lieben Bekannten denken, der uns vor vielen Jahren zum Glauben gebracht hat. Auch er hatte den Verlust seiner Frau zu beklagen. Er meinte, es sei oft sehr schwer, den Tag ohne sie beginnen zu müssen. Aber die Arbeit für den Herrn würde ihn aufrecht halten. Es ist eben ein großer Unterschied, wenn man noch einen Auftrag im Leben hat, oder wenn man sich alleingelassen fühlt mit sich und seiner Welt. Auch mich hat es erschüttert, dass so viele Zuschauer für die Hilfe zum Suizid sind, allein nur, wenn der Lebenssinn abhandengekommen ist. Sie finden es richtig, wenn alles getan wird, dass man in diesem Fall in möglichst schonender Weise von der Bühne verschwinden kann. Ich frage mich: Sind wir dazu von Gott geschaffen worden? Was ist das für eine Gesellschaft geworden, der einzig das persönliche Wohlergehen noch heilig ist?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.