Gleichnis vom großen Gastmahl (Lukas 14, 17 …)

Die Gleichnisse sprechen vom unsichtbaren Reich Gottes, das hier schon wächst…

Ein Mensch machte ein großes Gastmahl und lud viele ein. Und er sandte seinen Knecht zur Stunde des Gastmahls, um den Eingeladenen zu sagen: Kommt! Denn schon ist alles bereit. Und sie fingen alle ohne Ausnahme an, sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und muss unbedingt hinausgehen und ihn besehen; ich bitte dich, halte mich für entschuldigt. Und ein anderer sprach: Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft, und ich gehe hin, sie zu erproben; ich bitte dich, halte mich für entschuldigt. Und ein anderer sprach: Ich habe eine Frau geheiratet, und darum kann ich nicht kommen. Und der Knecht kam herbei und berichtete dies seinem Herrn. Da wurde der Hausherr zornig und sprach zu seinem Knecht: Geh schnell hinaus auf die Straßen und Gassen der Stadt und bringe die Armen und Krüppel und Blinden und Lahmen hier herein! Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, wie du befohlen hast, und es ist noch Raum. Und der Herr sprach zu dem Knecht: Geh hinaus auf die Wege und an die Zäune und nötige sie hereinzukommen, dass mein Haus voll werde! Denn ich sage euch, dass nicht einer jener Männer, die eingeladen waren, mein Gastmahl schmecken wird.

2 Antworten auf „Gleichnis vom großen Gastmahl (Lukas 14, 17 …)“

  1. Jesus wird in den meisten Religionen falsch dargestellt, z. B. in den Predigten über die Hochzeit zu Kanaan, sagte man uns Kindern im Kath Unterricht, wie frech Jesus zu seiner Mutter war. Gestern fiel mir in einer bayerischen Kult-krimiserie die selbe Aussage auf, indem sich zwei der Hauptdarsteller über genau das unterhielten. „Meine Mutter hätte mir eine geschmiert“, sagte der Polizist, was im Grunde ein Schlag in Jesus Gesicht ist. Dabei handelt es sich um den Sohn Gottes, im Gleichnis um den Knecht des Hausherrn, des lebendigen Gottes, der angewiesen ist, einzuladen. Der Sohn Gottes also, der am Ende nur noch die einlädt, die am Rande der Gesellschaft stehen, weil sich die andern zu gut dazu sind, IHM zu folgen. Ziel erreicht Satan, könnte man da sagen.

  2. Wer sich nur ein wenig mit den Evangelien beschäftigt, dem müsste auffallen, dass die Schilderung der Ereignisse und die von Jesus verwendeten Gleichnisse zu einem tieferen Verständnis, zu einer geistigen Ebene führen sollen. Wer an der Oberfläche bleibt, kann in der Hochzeit von Kanaan nur reine Banalitäten entdecken, wie die scheinbare Ungezogenheit des jungen Jesus seiner Mutter gegenüber. Es ist nur ein schlechter Gag, wenn man dabei stehenbleibt und den Fortgang der Geschichte unter den Tisch fallen lässt. Maria anerkannte hier die göttliche Herkunft ihres Sohnes. Zu den Dienern sprach sie: „Was er euch sagt, das tut.“ Darauf folgte das erste Wunder, die Verwandlung von Wasser zu Wein. Dies war der Anfang der Zeichen und damit offenbarte er seine Herrlichkeit (Joh 2,11). Wer die Zeichenhaftigkeit hier nicht beachtet, der will auch nichts wissen von dieser Offenbarung. Er bedient sich der Borniertheit von Menschen, die über solche vordergründigen Pointen lachen können.

    Es gibt Menschen wie mich, die genau über dieses erste Wunder Jesu in Kanaan zum Glauben gekommen sind. Wer Naturwissenschaften und empirische Erkenntnisse ernst nimmt, der sieht überall konsequente logische Ketten. Wasser hat verschiedene Eigenschaften, aber bei allem, was bisher beobachtet wurde, ist die Umwandlung in einen zweiwertigen Alkohol ausgeschlossen. Nur Gott kann diese Logik in souveräner Art durchbrechen und seine Allmacht in den Wundern zeigen. Wir sollten das sehr, sehr ernst nehmen.

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