Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist!

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert: nichts als Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott. Micha 6,8

Jage nach der Gerechtigkeit, dem Glauben, der Liebe, dem Frieden mit allen, die den Herrn anrufen aus reinem Herzen. 2. Timotheus 2,22

Ein Kind, das geliebt wird, denkt gar nicht daran, dass es nicht gut ist. Dann macht es die ersten Erfahrungen mit dem Bösen, unter anderem auch aus sich selbst. Plötzlich erlebt es Zorn oder Eifersucht. Das Trotzalter, wie es der Volksmund nennt, beginnt und weiter geht es mit der pubertären Phase, die sich vom erzieherischen Anspruch der Erwachsenen lösen will. Der junge Mensch opponiert, und hört auf alles, was ihm Freiheit verspricht. Eine gefährliche Phase, die der Teufel mit seiner Verführungskunst nutzt.

Irgendwann, so das Kind betenden Hintergrund hatte, wird Gott es auf den rechten Weg führen und es wird dann Frieden suchen und Liebe geben, wenn das Herz durch die Gnade Gottes und den Glauben gereinigt wurde. So rettet der HERR bis heute Menschen, durch das wahre Evangelium.

Eine Antwort auf „Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist!“

  1. Mir geht es um die Aussage zum Vers 2. Timotheus 2,22, dass man – nach der Luther-Übersetzung von 2017 – dem Glauben, der Liebe, dem Frieden „nachjagen“ solle. Schon in der Jahreslosung von 2019 heißt es nach dem Psalm 34,15: „Suche Frieden und jage ihm nach!“ In beiden Fällen wäre die Teststellen wohl besser mit „streben, bemühen“ übersetzt worden, statt mit „jagen nach“. Dies hat schon im vergangenen Jahr zu verschiedensten Missverständnissen geführt. In den meisten dieser Beiträgen ging es darum, die Gläubigen aufzufordern, ihre Friedensbemühungen noch zu intensivieren. Es ist eben ein Unterschied, ob man den Frieden in Ruhe herbeiführen will oder ob man ihn mit Vehemenz durchsetzen will, sei es in Diskussionen oder auf Demonstrationen. Nicht Aktivismus ist angesagt, sondern das ehrliche Bemühen, den anderen zu verstehen. Auch weil es nicht immer so eindeutig ist, was der richtige Weg ist, sollte man den Vers so lesen, wie er wohl eher gemeint war: Bemühe dich um Gerechtigkeit, Glauben, Liebe und Frieden.

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