Opfern ja, aber richtig

Wir, dein Volk, die Schafe deiner Weide, danken dir ewiglich und verkünden deinen Ruhm für und für.
Psalm 79,13

So lasst uns nun durch Jesus Gott allezeit das Lobopfer darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen.
Hebräer 13,15

An anderer Stelle (Psalm 50) erklärt Gott klar, dass er statt Tieropfer geistige Opfer von uns fordert. Diese Lobopfer sind ihm wichtig. Wir bekennen ihn damit und geben dies an andere weiter. Durch das Sühneopfer von Jesus, der für unsere Sünden gestorben ist, müssen wir keine materiellen Opfer mehr bringen. Hier ist vorchristliches Denken auch heute noch erkennbar, wenn etwa gespendet wird, um Schuldgefühle zu besänftigen oder um einen Wunsch zu bekräftigen. Vorsicht ist geboten, wenn solche impliziten Vorstellungen für Spendenaufrufe verwendet werden. Es reicht vollkommen, wenn wir Gott Lob und Dank darbieten.

Einen Vers weiter heißt es in Hebräer 13,16: Gutes zu tun und mit andern zu teilen vergesst nicht; denn solche Opfer gefallen Gott.

Bei allem Lobgesang, Lobpreis und Anbetung mit dem Munde, die in manchen Gemeinden stark betont werden: Wir sollten nicht die helfenden Hände vergessen. Da heißt es doch sehr drastisch in Amos 5,23: Hört auf mit dem Geplärr eurer Lieder!

Es geht um das rechte Maß, auch in der Verehrung. Wir sollten nicht das gute Handeln vergessen. Auch hier liegt wieder eine Verbundenheit an alte Muster vor, wenn wir zwanghaft in die Runde sehen, um jemand zu finden, den wir beglücken können. Den Menschen oder die Aufgabe schickt uns der Herr. Es gilt die Augen auf zu machen und offen zu bleiben. Und er wird uns auch die richtigen Worte schenken, die der andere braucht.