Ausharren und weitermachen

Wende dich zu mir und sei mir gnädig; stärke deinen Knecht mit deiner Kraft! Psalm 86,16

Mein Gott aber wird all eurem Mangel abhelfen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus. Philipper 4,19

Heute hatte ich zuerst keine Kraft mich auf den Text einzulassen. Da kam die Nachricht eines abonnierten YouTube-Kanals eines Glaubensbruders.

Gerade habe ich mir sein Aufklärungsvideo für Zeugen Jehovas angesehen, das helfen soll, die Bibel richtig zu verstehen. Danach klickte ich in der YouTube-Leiste ein bekanntes Gesicht an. Im angebotenen Video der charismatischen Predigerin, die ich vor längerer Zeit in einem gefühlvoll-lebendigen Vortrag erlebt hatte, ging es um Erfolg und Reichtum als Lohn der Liebe. Es wird viel getan, Menschen an sich zu ziehen, hoffentlich kommen sie dadurch auch Gott näher.

Plötzlich bemerkte ich, wie es mich nun doch drängte zu schreiben und ich danke Gott für die neue Kraft und die Erkenntnis, dass es sich lohnt weiterzumachen, nicht aufzugeben auch ohne Reichtum und Erfolg aber mit Liebe, die ich gestern so sehr erbat.

Mein Gott aber wird all eurem Mangel abhelfen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus. Philipper 4,19

Eine Antwort auf „Ausharren und weitermachen“

  1. Meine Gedanken gingen in den vergangenen Tagen häufig den großen Teich hinüber. Dort gibt es eine Menge von charismatischen Fernsehevangelisten, die ein sogenanntes Wohlstandsevangelium verkünden. Reichtum, geschäftlicher Erfolg und Gesundheit werden als sichtbarer Beweis für die Gnade Gottes angesehen. Die geistigen Wurzeln finden sich im Puritanismus, wobei der Glaube an die Erwähltheit der Erfolgreichen aus der calvinistischen Prädestinationslehre hervorgegangen ist. Auch der scheidende Präsident wollte sich dies für den Wahlkampf zunutze machen. Seine Botschaften an die Evangelikalen des Landes haben ihm letztlich nichts genützt.

    Aus dem Glauben an Gott folgt nicht automatisch materieller Wohlstand. Wie kann man nur auf den Gedanken kommen, dass Gott die Reichen und Mächtigen dieser Welt erwählt hat? Da steckt eine große Portion Wunschdenken dahinter. Wenn im Philipperbrief von Reichtum gesprochen wird, dann ist damit ein geistiger gemeint, nämlich das Himmelreich. Jesus hat nie nach Besitz und Reichtum gestrebt. Er suchte stattdessen immer auch den Kontakt mit dem Armen und den Ausgestoßenen der Gesellschaft. Es kommt hier darauf an, ausdauernd die wahre Botschaft zu verkündigen, und dafür müssen wir um Kraft bitten, so wie es im Psalm steht.

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