Gott lässt sich finden

Ich ließ mich suchen von denen, die nicht nach mir fragten, ich ließ mich finden von denen, die mich nicht suchten.
Jesaja 65,1

So halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben.

Römer 3,28

Gott lässt sich finden auch ohne des Menschen Zutun, so verstehe ich den ersten Vers. Das stimmt, denn auch ich habe nicht bewusst nach IHM gesucht, sondern Er sprach in mein Leben, in einem Augenblick, wo ich IHN niemals vermutet hätte. Da, wo alle Hoffnung geschwunden war.

So ist an jedem neuen Tag die Chance von Gott angesprochen zu werden und zwar gerade durch Sein lebendiges Wort. Sieht man auf die Welt, so scheint sie hoffnungslos verloren, die Zukunft der Menschheit ist ungewiss aber dann wird man auch mit Israel konfrontiert. Hier ist Gott sichtbar am Werk. Sein Volk ist existent, somit auch Gott! wie ER sich in allem Geschaffenen zeigt und errettet, was ER vorherbestimmt hat, aus Gnade.

Ach, wie bin ich froh um sein tägliches Wort. Danke HERR für Deine Güte. Amen

Eine Antwort auf „Gott lässt sich finden“

  1. Jesaja zeigt dem Volk Israels, dass es nicht das einzige ist, denen Gott sich zeigt. Ihre ganze Frömmigkeit, ihre Werke, ihr Einhalten der Gebote nützen nichts, wenn dies ohne einen festen Glauben geschieht. Sonst kann es geschehen, dass es wieder „seinen eigenen Gedanken nachgeht auf einem Wege, der nicht gut ist.“ (Jesaja 65,2). Die Schwierigkeit im Verständnis liegt darin, zu verstehen wie einer sich gar nicht bemüht um Gott und er doch belohnt von ihm wird. Das erscheint ungerecht den anderen gegenüber, die alles ihnen Mögliche zu tun scheinen, Gottes Willen zu erfüllen. Außerdem hat Gott seine Auswahl schon vor der Geburt eines Menschen getroffen, ob er zu den Erwählten gehört oder nicht.

    Unendlich viele theologische Auseinandersetzungen wurden um die Frage nach der Prädestination geführt. Gott erwählt den Menschen zu seinem Heil, gleichzeitig soll dieser aber auch eine Wahl haben. Das ist ein harter Brocken für jeden Gläubigen. Man kann sich daran verschlucken, wenn man zu zweifeln beginnt, ob Gott gerecht ist zu uns. Aber unser Gott muss sich vor uns nicht rechtfertigen. Er ist der souveräne Herr, der seine Gnade dem zukommen lassen kann, den er dafür ausersehen hat. An der Fähigkeit, dies akzeptieren zu können, zeigt sich auch unser wahrer Glaube. Gott erwählt einen Menschen nicht, weil dieser es verdient hätte, sondern weil der Herr einzig aus Gnade heraus seine Entscheidung getroffen hat. Und statt immer nur zu fragen, ob Gott gerecht oder ungerecht handelt, sollten wir dies akzeptieren und um Gnade bitten.

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