Gott ruft – höre!

Ich bin der HERR, und sonst keiner mehr, der ich das Licht mache und schaffe die Finsternis, der ich Frieden gebe und schaffe Unheil. Ich bin der HERR, der dies alles tut.
Jesaja 45,6-7

Der Herr richte eure Herzen aus auf die Liebe Gottes und auf das Warten auf Christus.
2. Thessalonicher 3,5

Gestern las ich einen Aufruf. Man möge einem sehr kranken Freund Energie schicken, wobei eigens erwähnt wurde, dass Gebet unerwünscht ist. Kurz darauf erschien im Status ein Vers, indem der Begriff Vertrauen, im Bezug auf Wahrheit und sich selbst, zweimal erwähnt wurde. Gott wird tunlichst vermieden.

Die Meinung, dass ein Betender ein Looser ist, ist gerade bei erfolgreichen Menschen verbreitet. Auf keinen Fall mag man sich die Blöße geben, dass man einen starken Gott brauche, schließlich ist man doch selbst fähig genug, das Leben zu meistern.

Das Erfolgsdenken breitet sich auch immer mehr in christlichen Kreisen aus, dabei wird übersehen, dass es reine Gnade ist und keine Garantie, dass es uns gut geht. Ich entdecke mich des Öfteren, wie ich mich durch die Betrachtungsweise, die in der Welt herrscht, verunsichern lasse, doch da gibt es nur Eines. Gott danken und im Wort zu lesen – Glaubensgeschwister um Gebet zu bitten, denn wir sind ja nicht allein.

Eine Antwort auf „Gott ruft – höre!“

  1. In den Versen 1-3 heißt es zuvor (in der Luther-Übersetzung):

    Weiter, ihr Brüder und Schwestern, betet für uns, dass das Wort des Herrn laufe und gepriesen werde wie bei euch und dass wir gerettet werden vor falschen und bösen Menschen; denn der Glaube ist nicht jedermanns Ding.

    Der letzte Halbsatz steht tatsächlich so in seiner saloppen Art in der Übersetzung. Man erlebt es nicht selten, dass es einem jemand ins Gesicht sagt, „das mit Gott sei nicht sein Ding“. Derjenige, der vom Glauben spricht, wird häufig gemieden oder offen auf seine Naivität verwiesen. Vielen scheint der Glaube aus einer anderen Sicht von Welt zu kommen, die nicht mehr zum modernen Lifestyle passt. Deshalb wollen sie auch nichts davon hören.

    Aber unser Vers 5 ist dann wieder sehr tröstlich und gibt uns Kraft. Wenn die Liebe zu Gott wächst, können wir die Ablehnung unserer Mitmenschen hinnehmen, die über ein mitleidvolles Lächeln bis hin zu verbalen Ausfällen reichen kann. Und wer weiß, vielleicht kommt der eine oder andere doch mal zum Nachdenken über seine Einstellung.

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