Was, wenn der Mensch nicht will

Ich will mit euch einen ewigen Bund schließen.
Jesaja 55,3

Der Gott des Friedens, der den großen Hirten der Schafe, unsern Herrn Jesus, von den Toten heraufgeführt hat durch das Blut des ewigen Bundes, der mache euch tüchtig in allem Guten, zu tun seinen Willen, und schaffe in uns, was ihm gefällt.
Hebräer 13,20-21

Ich habe eine Sendung angesehen, wobei eine ehemalige Christin und Missionarin ihren Glauben ablegte. Bei ihrem Einsatz in Indien, dachte sie darüber nach, ob Hinduisten verloren sind, wo sie doch fröhliche Menschen waren, trotz Armut und Not. Deswegen, so ihre Aussage, habe sie ihren Glauben verlassen. Sie fühle sich jetzt frei und bräuchte sich keine Gedanken mehr zu machen, was der Wille Gottes ist. Wenn sie stirbt geht sie in den molekularen Kreislauf ein und bleibe somit auf irgendeine Weise erhalten.

Es kommt mir so vor, als würde ein Gesättigter sein Brot wegwerfen und sich zu den Hungrigen setzen. Die Frage ist, wem nützt es was? Es ist jedenfalls keine win-win Situation. Der Verdacht liegt nahe, dass diese Frau nur eine Mitläuferin ihrer religiösen Verbindung war, in der sie sich eingeengt fühlte, so berichtete sie jedenfalls.

Ganz anders empfindet ein wirklich Gläubiger sein Glaubensleben, nämlich als eine Entwicklum in immer mehr Freiheit durch Gottes Gnade hinein.

Eine Antwort auf „Was, wenn der Mensch nicht will“

  1. Im Hinduismus gibt es Millionen von Gottheiten. Jeder Hindu verehrt seine eigenen Lieblingsgottheiten. Es stellt sich die Frage, was die ehemalige christliche Missionarin dazu gebracht hat, den Glauben an den einen Gott abzulegen für eine Religion der Vielgötterei.

    War es deren vermeintliche Toleranz? Es ist richtig, dass der Hinduismus auch fremde Götter zulässt.Es gibt aber auch in dieser Religion mit Image (im Westen) der Toleranz gegenüber Andersgläubigen genügend Fundamentalisten. Gerade Nordindien ist bekannt für seine gewalttätigen Ausschreitungen. Statt echter Toleranz haben die Hindus den sogenannten Inklusivismus entwickelt. Das Fremde anderer Religionen wird kurzerhand mit dem Eigenen als identisch erklärt wird, allerdings so, dass es ihm untergeordnet oder unterlegen sei. Eine Konversion, wie sie offenbar bei der Missionarin stattgefunden hat, wird auch noch lange nicht von allen Hindus akzeptiert. Nicht wenige, gerade auch Anhänger des Kastenwesens, pochen darauf, dass man in den Hinduismus hineingeboren sein muss.

    Ich kann mir nur vorstellen, dass die Anziehungskraft dieser Religion durch persönliche Beziehungen entstanden ist. Man fühlt sich plötzlich gut in der neuen Gemeinschaft. Dies erklärt auch den „Erfolg“ vieler Sekten.

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