Nicht ganz umsonst

Ich dachte, ich arbeitete vergeblich und verzehrte meine Kraft umsonst und unnütz. Doch mein Recht ist bei dem HERRN und mein Lohn bei meinem Gott.
Jesaja 49,4

Seid fest und unerschütterlich und nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, denn ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn.
1. Korinther 15,58

Dies ist ein großer Trost, nach einer gedankenbelasteten Nacht. Wieder und wieder erinnere ich mich an die Verletzungen, die mir zugefügt wurden. Die Frage, ob ich überhaupt schon vergeben habe, zwingt mich dazu, es nochmal zu tun.

Dann dieser wunderbare Text am Morgen. Es ist doch nicht umsonst gewesen, was ich bisher für Gottes Himmelreichbau getan habe. Tat ich es doch zur Ehre Gottes und für die Menschen. Wie kann es dann umsonst sein? Zweifle ich an meinem Tun, nur weil sich viele abwandten? Nur Jesus kennt die Herzen und weiß, wie unser Weg ist. Deswegen vertraue ich IHM meine Freunde und Feinde an. Möge ER ihr Retter oder Richter sein.


Gebet

Danke Herr, dass du mich kennst und trotzdem liebst. Bitte reinige meine Gedanken und lasse nicht zu, dass der Widersacher immer wieder alte Wunden aufreißt. Ich löse mich hiermit von allem was mir Leid zugefügt hat und vergebe denen, die sich haben von Satan gebrauchen lassen. Amen

Eine Antwort auf „Nicht ganz umsonst“

  1. Ich beschäftige mich gerade mit der Literatur des Barocks. Im 17. Jahrhundert ging es vorrangig um die Vorstellung der Vanitas, d.h. grob gesagt: Die Vergänglichkeit alles Irdischen, die Nichtigkeit allen menschlichen Tuns, in der Bibel zu finden im Buch Kohelet. „Was hat der Mensch für Gewinn von all seiner Mühe, die er hat unter der Sonne?“. Alles, womit sich der Mensch abmüht und worauf er stolz ist, es ist vergänglich.

    Anders ist die Mühe, die man für Gott aufwendet, wenn man mit menschlichen Maßstäben misst. Unser Herr betrachtet dieses Tun nicht mit unseren Augen, die oft nur vorzeigbare Erfolge erkennen. Dabei stellen wir dennoch manchmal mit Erstaunen fest, dass ganz unverhofft ein Samenkorn aufgeht. Wir sind ja nur Gehilfen, die geduldig ihren Dienst tun sollten und dabei wenig Einblick in den göttlichen Plan haben. Gedanken über die Sinnhaftigkeit und die scheinbare Erfolglosigkeit verbieten sich da, wenn wir es mal genau betrachten.

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