Irrlichter oder wahres Licht

Meinst du, dass ich Gefallen habe am Tode des Gottlosen, spricht Gott der HERR, und nicht vielmehr daran, dass er sich bekehrt von seinen Wegen und am Leben bleibt?
Hesekiel 18,23

Ich bin als Licht in die Welt gekommen, auf dass, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe.
Johannes 12,46

Vor 35 Jahren waren wir im Winter spätnachmittags unterwegs zu einer Berghütte. Es begann ein Schneetreiben, das mir Angst machte. Mein Mann meinte, dass wir es noch bis zur Hütte schaffen, aber ich wusste in meinem Herzen, dass es nicht so war. Mit zwei Jungs dabei und der Verzweiflung nahe, entdeckte ich unweit von uns ein Licht. Der Treibschnee ließ den Weg verschwinden und wir stapften knietief dem Licht entgegen. Dann kamen wir an einen Berggasthof. Die Wirtin öffnete überrascht und bat uns freundlich herein. Wir wurden über drei Tage liebevoll versorgt und daran denke ich in Dankbarkeit.

Es gibt aber auch Irrlichter, die in den Tod führen. In einem TV-Beitrag sahen wir gestern einen Bericht über einen jungen Mann, der verhungert aufgefunden wurde. Er war in eine Licht-Sekte geraten, die das Fasten propagiert und behauptet, man könne vom Licht allein leben. Selbst Eltern und Freunde konnten den jungen, beliebten Mann nicht abhalten, in die Fremde und Einsamkeit zu entfliehen. Er wollte sein wahres Inneres finden. Ein Einheimischer erzählte weinend im Bericht, dass er den netten jungen Mann in den letzten Minuten begleitet hat; besessen vom Fasten sei er gewesen.

Einem Toten kann man nicht mehr helfen, wohl aber dem lebenden Verführten. Ein Fürbittegebet kann Menschen frei machen von den Lebenslügen und in die Freiheit Christi führen, der sagte: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben… “

Gebet

Danke HERR, dass wir Dein Wort haben und wissen dürfen, dass Du niemanden verloren gehen lässt, der nach Dir ruft. Amen