Verstand ist eine Sache, Vertrauen eine andere

Verlass dich auf den HERRN von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen. Sprüche 3,5-6

Die Stellung, die wir als Gläubige zu Gott haben, ist eine Vater-Kind-Beziehung.
Als ich ein Kind war, verschwand ich in der Menschenmenge. Mein Vater hatte mich auf eine Veranstaltung von Bauern mitgenommen. Es war Sonntag und alle hatten die selben Jacken und Anzüge an. Dicht von Erwachsenen umgeben ergriff ich seine Hand, um nicht verloren zu gehen, doch als ich nach oben sah, erschrak ich, denn es war nicht mein Vater. Ich rief nach ihm und er hat mich gehört.

Dann verlief mein weiteres Leben ungefähr so:
Religion = Veranstaltung
Falsche Hand = Täuschung
Rufen = Wahrer Vater
Erhörung = Rettung

Unser Verstand mag uns lange davon abhalten dem göttlichen Vater zu vertrauen, doch Er möchte, dass wir wissen, dass Er immer für uns da ist. Seine Liebe wäret ewiglich. ER lässt uns schon mal los, oder wir IHN, doch möchte ER nicht, dass wir für immer verloren gehen, wie es die tun, die sich dem Verkehrten anvertrauen.

Eine große Gefahr sehe ich in unserer Gesellschaft, dass der Schutz der Kinder nicht mehr gewährleistet ist. Eltern werden von ihrer göttlichen Verantwortung durch Staat und Kirche enthoben, damit sie dem Mammon dienen. So entsteht eine lieblose, rohe, kaputte Welt, die den breiten Weg in die Verdammnis zu gehen scheint. Wer jetzt nicht erschrickt und zum himmlischen Vater ruft, der wird verloren gehen. Es ist noch Gnadenzeit, denn bald wird die Welt gerichtet, so Jesus. Wir wissen nicht, wann ER kommt, aber bis dahin sollten wir so leben, wie es Gott gefällt, wachen und beten (seine Worte). Der Zeitgeist will uns festhalten, doch Jesus macht uns frei, durch den Glauben und Sein lebendiges Wort.

Gebet
Danke Vater, dass du dich hast finden lassen, wie es in Jeremia 29,13 steht: Wer mich von Herzen sucht, von dem will ich mich finden lassen… Amen

Eine Antwort auf „Verstand ist eine Sache, Vertrauen eine andere“

  1. Zwei Verse weiter heißt es in der Übersetzung der Lutherbibel 2017: „Dünke dich nicht, weise zu sein, sondern fürchte den HERRN und weiche vom Bösen.“ Dieses Wort „Dünke“ klingt altertümlich, es wird auch heute kaum noch verwendet. Ich verstehe das Wort im Sinne von: Es kommt mir so vor, als wäre etwas so und so. In meinem begrenzten Verstand stellt sich ein Sachverhalt in dieser Weise dar. Es klingt immer sympathisch, wenn man in einem Gespräch eine eigene Erkenntnis in dieser Weise einleitet. Nur Menschen, die sehr von sich überzeugt sind, sagen immer: Das ist so und nicht anders.

    Wir können uns nicht voll auf unseren Verstand verlassen. Diese Einsicht fordert auch Gott von uns. Er reicht uns aber gleichzeitig die Hand. Das Beispiel aus der Kindheit zeigt dies sehr schön. Unwillkürlich ruft das Kind nach seinem Vater. Es hat noch nicht das Wissen, wie man sich in der Masse der fremden Menschen zurechtfindet. Die einzige Hilfe kann vom Vater kommen. Das Kind ruft und wird vom Vater erhört. Wir meinen oft, auf diesen Hilferuf verzichten zu können. Uns „dünkt“, dass unser Verstand ausreicht, um die Probleme im Leben bewältigen zu können. Gott mahnt uns, da nicht zu sicher zu sein. Verlass ist nur auf seine Führung.

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