Der große Unterschied

Gott ist weise und mächtig; wer stellte sich ihm entgegen und blieb unversehrt?
Hiob 9,4

Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch zu den niedrigen. Haltet euch nicht selbst für klug.
Römer 12,16

Wir Menschen sind unterschiedlich, weil jeder einzigartig ist. Es gibt Ähnlichkeiten und Gegensätze. Was uns aber allen gleich ist, ist das Leben selbst. Wir haben es geschenkt bekommen und wissen, sobald unser Bewusstsein dazu fähig ist, dass es bedroht ist. Wie und wo wir leben, das ist bestimmt durch unsere Vorfahren. In vielen Fällen macht sich das Individuum in Jugendtagen auf den Weg, um selbst bestimmt zu leben, ja nach dem Sinn des Lebens zu suchen.

Ein gutes Beispiel ist die Massenbewegung derJugendlichen aus den armen Ländern zu uns nach Deutschland. Wir sind ein Land der vielen Möglichkeiten von außen betrachtet. Hier in der Demokratie kann sich jeder verwirklichen.

Der Mensch ist immer auf der Suche nach dem besseren Leben. Das ist sein Ziel. Doch selbst, wenn er alles erreicht hat, muss er es hier lassen. Was kommt dann?
„Wo geht es jetzt hin?“ fragte mich der Sterbende, der alles erreicht hatte, was er sich wünschte. Was sind die Worte gewesen, die Er gebraucht hat, um Tage später mit gefalteten Händen entschlafen zu sein?

Der Bibeltext der mir in dieser Situation eine Antwort in den Mund legte, war:

Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; … Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten. Joh 14,2




Eine Antwort auf „Der große Unterschied“

  1. Interessant finde ich den Aspekt der Motivation junger Emigranten nach Deutschland zu kommen, der neben der materiellen Verbesserung der Lebenssituation, auch und gerade die Vorteile unserer Demokratie zum Ziele hätte, u.a. die freiere Entfaltung der Persönlichkeit des Einzelnen. Ob es Untersuchungen zu diesem Thema gibt, wäre nicht uninteressant. Bei mir überwiegen die Zweifel, schon aus der berichtigten Frage, ob in voraufklärerischen Strukturen Aufgewachsene genügend Verständnis – von Begeisterung will ich gar nicht reden – für die Wertigkeit unserer Demokratiebegriffe haben können.

    Das Pauluswort im Römerbrief kann als Mahnung aufgefasst werden, die hohen Werte der Aufklärung (in der franz. Revolution lauteten sie ‚Freiheit‘, ‚Gleichheit‘, ‚Brüderlichkeit‘) vom Sockel herunterzuholen, und demütig zu betrachten, wie sie wirklich umgesetzt werden – auch von uns selbst. Von Politikern werden sie zu gern in den Mund genommen, da stößt man gern in diese Höhen vor. Sie scheitern aber sehr häufig in der Praxis, in den Niederungen des Lebens. Wenn es z.B. darum geht, wie man Menschen aus anderen Kulturkreisen bei uns integrieren kann. Paulus mahnt zur Bescheidenheit. Der Mensch ist nun mal selbst nicht so klug, wie es seinen Reden nach, den Anschein macht. Klug wäre es allerdings, die Allmacht Gottes anzuerkennen.

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