Übervorteilen (den eigenen Vorteil suchen)

Ich bin der HERR, der das Recht liebt und Raub und Unrecht hasst.
Jesaja 61,8

Niemand gehe zu weit und übervorteile seinen Bruder im Handel. Denn der Herr straft dies alles.
1. Thessalonicher 4,6

Zu wem spricht Gott?
Zu Gläubigen oder Ungläubigen?
Zu Seinem Volk, den Gemeinden oder zu den Heiden?

Ich denke an die ersten Brüder, Kain und Abel. Die ganze Bibel ist gespickt mit Beispielen aus der Geschichte von Brudermord und Habgier. So ist es bis heute geblieben, denn da ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer (Röm 3,10) .

Wie können wir dem Willen Gottes entsprechen und tun, was Gott durch die Bibel sagt? Wir sollten Buße tun und Jesus in unser Leben bitten und dem Heiligen Geist Raum zu geben, in unserem Denken und Handeln. Auf Gott zu hören, heißt auch, in Seinem Wort zu lesen und bereit sein, IHM die Ehre zu geben und nicht die eigene Ehre (übervorteilen) zu suchen.

Kann man seine Egozentrik und Habgier überhaupt überwinden?

Eine Antwort auf „Übervorteilen (den eigenen Vorteil suchen)“

  1. Ich habe den Eindruck, dass heute zwar der Raub von Gütern als verabscheuungswürdig betrachtet wird, nicht aber das Übervorteilen. Dies gilt sogar in verschiedenen Branchen als durchaus nachahmenswert. Einer, der sich darauf versteht, gilt als clever und geschäftstüchtig. Ganz offensichtlich steht das menschliche Laster der Habgier dahinter. Darüber ist schon viel geschrieben worden. Die Bibel (Lukas 12, 13-21, Der arme Reiche) gibt eine unübertroffen verständliche Erklärung:

    Da rief einer aus der Menge: «Herr, sage doch meinem Bruder, er soll unser Erbe gerecht mit mir teilen.» Aber Jesus wies ihn zurück: «Bin ich etwa euer Richter oder Schiedsmann?» Dann wandte er sich an alle: «Hütet euch vor der Habgier! Wenn jemand auch noch soviel Geld hat, das Leben kann er sich damit nicht kaufen.» An einem Beispiel erklärte er seinen Zuhörern, was er damit meinte: «Ein reicher Gutsbesitzer hatte eine besonders gute Ernte. Er überlegte: ‚Wo soll ich bloss alles unterbringen? Meine Scheunen sind voll; da geht nichts mehr rein.‘ Er beschloss: ‚Ich werde die alten Scheunen abreissen und neue bauen, so gross, dass ich das ganze Getreide, ja alles, was ich habe, darin unterbringen kann. Dann will ich mich zur Ruhe setzen. Ich habe für lange Zeit ausgesorgt. Jetzt lasse ich es mir gut gehen. Ich will gut essen und trinken und mein Leben geniessen!‘ Aber Gott sagte zu ihm: ‚Du Narr! Noch in dieser Nacht wirst du sterben. Was bleibt dir dann von deinem Reichtum?‘ So wird es allen gehen, die auf der Erde Reichtümer sammeln, aber mit leeren Händen vor Gott stehen.»

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