Gerechte oder Gottloser

Was der Gottlose fürchtet, das wir ihm begegnen;
und was die Gerechten begehren, wird ihnen begegnen.
Sprüche 10,24

Interessant ist, dass der Gottlose nur als Einzelperson genannt ist. Die Gerechten werden in der Mehrzahl genannt. Das hat wohl seinen Grund darin, dass Gott sie zu einer Gemeinschaft hinzufügt, welche aus Gnade gerechtfertig ist, die einander stärkt und im Glauben ermutigt.

Der Gottlose bleibt in einer inneren Unruhe und versucht alles auszugleichen, was ihn ängstigt aber er kann es aus eigener Kraft und aus dem eigenen Willen nicht erreichen, was ihn innerlich ruhig macht. Wenn er sich aber für den himmlischen Weg entschieden hat und gerechtfertigt ist aus Gnade, wird er nicht mehr einsam sein. Sein Zustand verändert sich nach und nach. Nicht aus dem eigenen Willen heraus sondern aus dem Willen Gottes heraus. Dazu ist erforderlich, dass er alles annimmt, was Gott für ihn bereitet hat. Sei es ein Missionsdienst oder Seelsorgedienst oder Fürbitte-Dienst. Wer Jesus folgt, der wird auch die Werke tun, die Gott ihm anbefiehlt.

Hier soll das Gleichnis von den Talenten erwähnt werden, die reichlich zum Einsatz kommen sollten, denn selbst wer nur kleine Aufgaben bekommt, kann sie aus der Liebe heraus auch verrichten. Diesem gilt auch: „Bittet so wird euch gegeben“