Freundschaften

Ich habe in meinem Zimmer eine Ecke eingerichtet, in der ich Zeichnungen von Kindern aufhänge, die ich geschenkt bekam. Auf dem grünen großen Kalenderblatt stehen 104 Namen einer Neunjährigen.

Es sind alles Menschen, die sie in ihrem kurzen Leben kennengelernt hat und die sie mit Namen nennen konnte. Sicher sind es jetzt schon wieder mehr geworden, weil sie in ein anderes Dorf gezogen ist und weitere Zeit verstrichen ist.
In der Bibel habe ich 104 Bibelstellen über Freunde gefunden, die nicht immer nur schön sind. Da geht es auch um Untreue und Vernachlässigung der eigenen Kinder, wenn Freunde der Eltern mehr Anerkennung entgegengebracht wird als ihnen usw.

Wir Menschen haben eine tiefe Sehnsucht nach Freunden, nach Familie, nach sozialer Verbundenheit. Ist man aber erstmal ausgestoßen und abgesondert, weil die andern einen in eine Rolle drängten, wo man eigentlich garnicht hin wollte, dann hat man in Jesus den besten Freund. Er hilft dem immer noch kindlichen Herzen, die eigentliche Identität zu erkennen, nämlich, dass man Erbe des Himmelreiches ist, wenn man die Kindschaft Gottes erkennt. Das ist der Fall, wenn man nicht Menschen die Ehre gibt, sondern dem HERRN.

Achten sollten wir auf unsere innere Reinheit und denen vergeben, die uns übel mitspielten. Auch ich möchte Gott hierin um Vergebung bitten, wo ich nicht so Freund sein konnte, wie es von mir erwartet wurde.

Gebet

Herr, Du bist mein Gott! Amen