Elterliche Verantwortung

Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet; ja, ihr sollt an Jerusalem getröstet werden.

Jes 66,13   

Ich fragte gestern meinen Mann, ob er sich erinnern kann, dass ihn seine Mutter getröstet hat, denn ich erinnerte mich an einen Vorfall als Kind, da nahm mich meine Mutter und sang:
„Heile, heile Segen,
drei Tage Regen,
drei Tage Schnee,
dann tut es nicht mehr weh.“

Sie blies dabei auf die Wunde und wirklich, der Schmerz war weg.

Heute kommt so manche Mutter heim und braucht wohl selbst Trost. Sie jammert ob des Ärgers, den sie hatte und fährt ihre Kinder beim kleinsten Mux an. Sie sieht nur Fehler und ist schlecht gelaunt. Die Kinder haben das Gefühl, dass sie nichts wert sind und trösten sich selbst mit allerhand unnützem Gebaren. Das Angebot ist groß.

Die Leere, die durch die fehlende Anerkennung entsteht, führt nicht zuletzt zum Hilfeschrei, der durch Verhaltensauffälligkeiten oder gar Selbstmordäußerungen zutage tritt.

Wir Christen sind dazu aufgerufen von der Liebe Gottes zu erzählen.
Lasst es uns Tag für Tag tun.