Alter Gesangstext ( Theodor Starck)

Melodie: Zion klagt mit Angst und Schmerzen

  1. Hat mich Gott denn gar verlassen
    Jetzt in meiner Traurigkeit
    Ich weiß keinen Trost zu fassen
    In dem bittern Kreuz und Leid
    Ach wo ist doch nun mein Gott
    In der großen Angst und Not
    Ach wo soll ich ihn doch finden
    Da die Not nicht will verschwinden
  2. Willst du meiner nicht gedenken
    Denk doch, dass du Vater bist
    Soll das Leiden mich versenken
    Das so hart und heftig ist
    Siehe was ich von dir such
    Ist ja nichts als dein Verspruch
    Wirst du selbigen erfüllen
    So wird sich mein Jammer stillen
  3. Doch was will ich mich betrüben
    Ich weiß, Gott verlässt mich nicht
    Er will meinen Glauben üben
    und auch meine Zuversicht
    Scheint er fern von mir zu sein
    So gedenkt er dennoch mein
    Seine Lieb kann mich nicht hassen
    noch mich in der Not verlassen
  4. Darum will ich nicht verzagen
    Geht es mir gleich wunderlich
    Meine Not will ich ihm klagen
    Er wird helfen väterlich
    Meine Not ist ihm bekannt
    Und mir seine starke Hand
    Diese kann mein Leiden wenden
    Und mir seine Hilfe senden
  5. Jesu Christi im Glauben fassen
    Ist was Gläubigen gebührt
    Ich will nimmer von ihm lassen
    Es ist gut, wie er mich führt
    Fühl ich gleich die scharfe Rut
    Sind doch diese Wege gut
    Wie mein Hirte mit mir gehet
    Und darin auch bei mir stehet
  6. Es wird schon die Stunde kommen
    Kommt sie eben nicht gleich heut
    Da mei Leid wird weggenommen
    Da mein Vater mich erfreut
    Vielleicht ist diese Stunde nah
    Ja vielleicht ist sie schon da
    Da es heißt: Du bist erhöret
    Dir ist deine Bitt gewähret
  7. Sei getrost, oh meine Seele
    Fasse dich in deinem Gott
    Sage, klage und empfehle
    Ihm alleine deine Not
    Sonsten schweige gänzlich still
    Es geschehe Gottes Will`
    Er wird mit den Gnadenblicken
    Dich zu seiner Zeit erquicken

 

______________

 

Danke HERR für dies tröstlich Gebet.