16. Januar
Wir wollen nicht mehr sagen zu den Werken unserer Hände: »Ihr seid unser Gott.«
Hosea 14,4
Was mit Händen gemacht ist, das sind keine Götter.
Apostelgeschichte 19,26
________________________________________________
Wie stolz wir doch sind, wenn wir als Kinder etwas geschafft haben. Wir rufen zu Mutter und Vater: Schau mal, was ich gemacht habe.
Der Mensch ist von klein an erfreut an dem was er schafft. Er fühlt sich als der Eigentümer seines Werkes und wenige sind so dumm und beten es dann an, wie einen Gott.
Oft ist es ja so, dass die andern kommen und staunen und erfüllt sind vom Ausdruck eines Werkes.
In der Wüste machte sich das herausgerufene Volk Gottes einen Götzen. Wie kann sowas passieren. Mose war grad mal etliche Wochen auf dem Berg Sinai um die Gebote Gottes zu vernehmen, da bekamen sie es schon mit der Angst zu tun und sammelten all ihr Gold und machten daraus ein *Goldenes Kalb*
Ich dachte, wie kann man nur so dumm sein und was hat sie denn dazu bewegt? Als ich genauer nachlas, da bemerkte ich, dass der Grund die Angst war, dass Mose nicht mehr wiederkommt. Sie haben sich wieder ihren alten Gewohnheiten hingegeben.
Im Alten Testament ist sehr gut das Wesen der Massen-Menschen zu erkennen. Deswegen ist es gut hinauszutreten an einen stillen Ort, wo wir mit unserem Herrn und Erlöser Gemeinschaft haben oder wie die Kinder Freude haben an unserem Tun. Die Werke des Glaubens bewirken Liebe untereinander, so wie Christus uns geliebt hat.
Danke himmlischer Vater, dass du mit uns redest durch dein lebendiges Wort - in der Stille. Wenn wir verharren in unserem Kämmerlein um mit dir Gemeinschaft zu haben. Denn du kennst unsere Anliegen und nimmst dich ihrer an, so wir dankend bitten und flehen. Darum lass uns nicht abfallen in allerhand Götzendienst und Dummheiten. Amen
