11. Januar
Himmel und Erde sind dein, du hast gegründet den Erdkreis und was darinnen ist. Nord und Süd hast du geschaffen.
Psalm 89,12-13
Gott hat in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn, den er eingesetzt hat zum Erben über alles, durch den er auch die Welt gemacht hat.
Hebräer 1,2
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Die Schöpfungsgeschichte war mir nie fremd. Schon als Kind wusste ich, dass Alles von Gott gemacht ist und dass Er die schönen Blumen wachsen ließ, mit denen wir im Sommer Tag für Tag spielten und uns Haarkränze bastelten. Die Herzblumen waren für unsere Ohren bestimmt. Wir waren Kinder aus der Nachbarschaft, spielten einfallsreich und freuten uns am Leben.
Da kamen wir nun in die Schule und der Pfarrer machte uns Angst vor Gott, die Lehrer erzählten, dass der Mensch garnicht von Gott geschaffen ist sondern vom Affen abstammt. Kein Wunder, dass wir sehr schnell, weder die Lehrer noch das, was sie berichteten ernst nahmen.
Mit Angst und Druck entstanden einigermaßen gute Ergebnisse. Wer sich alles gut merken konnte, der lernte es auswendig was er zur Zensur brauchte und wer der praktischere Mensch war, der hatte eben schlechtere Noten und wurde vom Lehrer gehänselt und von den Mitschülern auch. Dann kam die Trennung. Die Gescheiten kamen an die höhere Schule und die Dummen blieben an der Hauptschule.
Zu den letzteren gehörte ich. Nun hatte ich dazu noch den schweren Stand als einziges Mädchen mit 10 Jungs in der Klasse zu sein. Die Pupertät überstand ich indem ich Freundinnen aus der unteren Klasse hatte. Kaum war ich aber aus der Schule musste ich auf dem Bauernhof arbeiten und zuhause die Landwirtschaftslehre machen.
Mit dem Fahrrad musste ich zur Schule radeln, bei Wind und Wetter. Manchmal fuhr mich mein Vater zusammen mit einer Schulkameradin aus dem Nachbardorf. Das war schön. Ich lernte neue Menschen kennen und bewährte mich dort in der Berufsschule als sehr gute Schülerin. Die Fächer waren praktisch gestaltet und ich gehörte zu den guten Schülern.
Mein Selbstwertgefühl wuchs und ich machte sogar eine weitere Schule nebenher, die zur Mittleren Reife führte. Hier waren wir Bauernkinder zusammengekarrt jeden Freitag oder Samstag von früh bis abends auf der Schulbank und der Sonntag war ein Lerntag. Der Kirchenbesuch war nur deswegen interessant, weil ich in einem Chor sang. Das Singen war von jeher ein Bedürfnis.
Im Lobgesang und besonders an Ernte Dank, spürte ich die Nähe Gottes und besonders im Lied 'Großer Gott wir loben dich', befiel mich ein Schauer. Dieses Ergreifen hatte etwas mit der Größe Gottes zu tun, die mir unheimlich war.
Heute weiß ich, dass Gott die Herzen berührt und ganz andere Wirkungen hervorruft. Es sind die Tränen die fließen, wenn ich mir seiner großen Liebe und Gnade bewusst werde.
Es ist die Freude an seinem Wort, wenn ich in der Bibel lese. Es ist die Suche nach Gemeinschaft mit den Seinen und das tägliche Erkennen, Seiner Allmacht und Führung.
Deshalb möchte ich IHM danken und mich darüber freuen, wieviel Gutes er mir schon getan hat.
Gebet
Hab Dank du allmächtiger Ewig-Vater für Deine große Barmherzigkeit und Liebe, dass du dir nicht zu schade warst für uns Menschen das große Wunder der Erlösung zu vollbringen und dich opferste für unsere Schuld und uns dennoch liebst.
Jesus zu dir kann ich so kommen wie ich bin !
