Andacht Heute
Andachten 2010 > 07. Januar

07. Januar


Gott tut große Dinge, die wir nicht begreifen.
Hiob 37,5

Der Glaube ist eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.
Hebräer 11,1


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Als ich noch ein Kind war, da dachte ich wie ein Kind. Ich nahm die Welt so wahr, wie sie mir erschien. Ich wusste durch meine Großmutter, dass es Gott gab und ich fühlte mich auch durch Ihn beschützt. Sie erzählte mir auch, dass Jedes Kind einen Schutzengel hatte, doch das war mir eher lästig, denn das wollte ich nun nicht, dass ständig einer hinter mir her ist.

Gottes Wunder erfuhr ich freilich in der Natur, denn ich wuchs auf einem Bauernhof auf. Wir Kinder spielten mit Erde und Blumen und Puppen, die zu Weihnachten neu eingekleidet wurden und kannten Fang- und Versteckspiele, sowie Hulahupp und was es alles Neues gab. Erlebnisdrang war an der Tagesordnung. Lob und Strafe wechselten sich ab. Lehrer und Pfarrer schlugen uns noch und wir lernten an den Erfahrungen.

Das meiste, was der Mensch dann macht, scheint ein Zufall zu sein und die einen haben Glück, die andern eben nicht. Ich fühlte mich zwar stark aber vom Leben ungerecht behandelt. Auch haderte ich manchmal sehr mit meinem Schicksal.

Doch das alles aus dem Blickwinkel Gottes betrachtet, kann ich annehmen. ER hat mein Leben schon gekannt und ließ zu, dass ich falsche Wege ging. Ich merkte es wohl, doch wäre mir nicht eingefallen, Gott konkret um Hilfe zu bitten? Das machte ich nur in den äußersten Notfällen. Vor Schulaufgaben machte ich eine Kerze am Marienaltar an, doch das beruhigte grad meine Nerven, mehr nicht.

Der letzte Hilferuf hat mein Leben am meisten verändert. Ich bat Gott um Lebensfreude, also um eine Veränderung meiner Gesinnung. Ich wollte wieder lachen können und ein freudiger Mensch werden, der trotz Ungerechtigkeit und aufgeladener Schuld, wieder Freude am Leben hat.

Das alles hat Gott durch sein Wirken vollbracht. Er stellte mir Seelsorger an die Seite für kurze Zeit und ich war durch Vergebung heil geworden. Das war wie ein neues Leben von heute auf morgen und gewirkt durch den vergebenden Christus, der mich schon als Kind oft beeindruckte. Gottes Sohn für uns gegeben, in der Form seines Sühnetodes. Das war das wahre Evangelium. Seine Auferstehung als Zeichen des ewigen Lebens, öffneten mir himmlische ewige Welten.

Natürlich gibt es noch Stunden der Anfechtung aber sie sind nicht zu vergleichen mit der Verlorenheit die ich vorher empfand, bevor ich mich bekehrt hatte.

Ich kann nur Jedem empfehlen, dass er sich nach der Barmherzigkeit Gottes ausstreckt und um Hilfe bittet, denn die Gewissheit Seiner Existenz ist die einzige Sicherheit, die wir haben. Er ist der Herrscher über alles und himmlischer Vater. Seinen Kindern dient alles zum Guten.

Drum seid zuversichtlich, wenn nicht alles so läuft wie du es dir vorstellst. Gott kennt deinen Weg und möchte, dass du zu IHM kommst mit flehendem Herzen.


Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Heilung wird schnell voranschreiten, und deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen, und die Herrlichkeit des HERRN wird deinen Zug beschließen.

Jes 58,8


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