Wurzeln schlagen oder verdorren?

Der Sähmann (van Gogh)

Anderes aber fiel auf den felsigen Boden, wo es nicht viel Erde hatte; und es ging sogleich auf, weil es keine tiefe Erde hatte. Als aber die Sonne aufging, wurde es verbrannt, und weil es keine Wurzel hatte, verdorrte es.

Matth 13,6 (Das Gleichnis vom Sämann)

Da ich eines meiner Bücher überarbeite und ergänze, fiel mir auf, wie stark der Autor, den ich zitierte (Wim Malgo), auf den steinigen Untergrund im Gleichnis hinwies. Der Same geht schnell auf aber verdorrt in der Mittagshitze. Das Wachsen und Frucht tragen, kann nicht mehr geschehen.

Wie oft habe ich das schon erlebt, dass die Botschaft zunächst fröhlich aufgenommen wurde, sie sogar aufging (Gebetsleben entstand) aber bei der erstbesten Anfechtung (Hitze) verdorrte, und das Glaubens-Pflänzchen wieder einging.

Es stellt sich die Frage für mich, kann ich als Sämann bemerken, wo der Grund felsig ist und soll ich dort gar nicht säen? Das wird hier im Gleichnis nicht gesagt. Doch könnte ich davon ausgehen, dass ein stolzes, unbußfertiges Herz, wohl kaum ein weicher Ackerboden ist. Säen sollte ich auf alle Fälle, doch wo der Same verdorrt, sollte ich den 2. Versuch lassen.

Gebet

Herr, ich will Dir danken, dass Du mich heute wieder demütiger gemacht hast, durch deine Aussagen und danke, dass ich ganz auf Dich vertrauen kann, denn Du bist ja der, der das Wollen und Gelingen schenkt. So begleite mich weiter in meinem Dienst und sorge Du für lockeren Boden. Danke, dass nur DU das kannst. Amen