9. Fortsetzung des Zeugnisses

von Sam Stern

Wahre Liebe

Als ich am Mittwoch kam, wartete schon ein Mann auf mich. Er schüttelte mir freundlich die Hand und sagte auf Deutsch: „Dies ist ein Evangelistendienst an Juden.“ Ich fragte ihn, was das bedeutet. „Gott schickt uns zu den Juden, damit wir ihnen sagen, dass er sie liebt und ihre Errettung will.“ „Was meinen Sie mit Errettung? Wie können Sie von Liebe sprechen nach all dem Entsetzlichen, das über die europäischen Juden gekommen ist?“ fragte ich. Er erwiderte freundlich:“Ich weiß, wie Sie fühlen. Aber Christen, wirkliche Nachfolger Christi, lieben die Juden. Wer den Juden Böses tut, ist kein Christ. Das A und O des Christentums heißt Liebe. Das schließt auch Israel ein. Der HERR gebot uns, zuerst zu den Juden zu gehen.“ „Waren denn das keine Christen, die Kreuze trugen und Heiligenbilder in ihren Wohnungen hatten, und trotzdem Juen verfolgten? Waren nicht ie Kirchen in Polen und in er Ukraine die Hauptquelle für den Antisemitismus? Hetzen nicht die Priester die Leute gegen die Juden auf?“

Er sah mich an und sagte:“er HERR lehrt uns, unsere Feinde zu lieben;auch enen Liebe zu erweisen, die uns hassen. Alle, die diesen Lehren nicht gehorchen, sind keine Nachfolger Christi.“ Dann gab er mir ein Neues Testament in jiddischer Sprache und sagte.“Lesen Sie das und Sie werden die wahre Lehre Christi finden.“ Ich steckte das Testament in meine Tasche und versprach, es zu lesen. Ich wollte wirklich wissen, was im Neuen Testament steht; denn ich kannte es nicht.

In den nächsten Nächten hatte ich viel zu lesen. Jede Seite, ja jede Zeile waren für mich eine große Offenbarung. Beginnend mit dem Buch es Matthäus las ich überrascht, dass Jesus ein Nachkomme Abrahams und Davids war. Mir fiel auf, dass es fast auf jeder Seite heißt: „Wie geschrieben steht,“ und das bedeutet, dass es in unserer jüdischen Schrift (im Tenach) so geschrieben steht.

Zum Beispiel las ich im ersten Kapitel, dass Jesus von einer Jungfrau geboren wurde, wie geschrieben steht:“Siehe, eine Jüngfrau wir schwanger werden und einen Sohn gebären, und sie werden seinen Namen Immanuel heißen“ (Jes 7,14). In zweiten Kapitel las ich, dass Jesus in Behtlehem geboren wurde, wie geschrieben steht: „Und du Bethlehem im Land Juda, bist keineswegs die Gerichste unter den Fürsten Judas; denn aus dir soll mir kommen der Herzog, der über mein Volk Israel ein herr sei“ (Micha 5,1). Ich ah auch, dass er aus Ägypten kommen sollte, denn es steht geschrieben: „Ich rief ihn, meinen Sohn, aus Ägypten“ (Hosea 11,1)

Auf jeder Seite und in jedem Kapitel fand ich Hinweise auf das Alte Testamenet (den Tenach). Mir wurde klar, dass dieses Buch, das Neue Testament, wirklich die Erfüllung des Alten Testamentes ist. Ich erkannte, dass wir Rabbiner viel zu sehr mit dem Talmud beschäftigt sind und uns zu wenig oder gar nicht auf unsere heiligen Schriften konzetrieren. Nun wurde ich ein bibelgläubiger Jude und dankte Gott, dass er mich zu diesen Leuten geführt hatte, und ich beschloss, mein Leben dem Messias auszuliefern.

Fortsetzung folgt

Meine Bekanntschaft mit einem jüdischen Evangelisten