Was treibt dich um?

Darum lasst uns alles daransetzen, zu dieser Ruhe Gottes zu gelangen, damit niemand durch Ungehorsam das Ziel verfehlt. Unsere Vorfahren sind uns darin ein warnendes Beispiel. Hebr 4,11 

Schon als Kind fiel mir auf, dass die Erwachsenen ständig von irgendetwas getrieben sind. Es gab nur einen Menschen, der ruhig geworden ist, nach dem Krieg. Es war die Nachbarin, die vier Söhne und den Mann verloren hatte. Sie war still und zufrieden und ließ alles ohne Kommentar  um sich herum geschehen. Auch als der Bauernhof abbrannte und der zweitletzte Sohn krank wurde und verkaufte, blieb sie im Austragshäuslein zurück. Sie ging zwar etwas gebeugter, doch ohne Murren. Sie ist mir bis heute in Erinnerung als Vorbild.

Ganz anders ging es in meiner Familie zu. Meine Mutter begehrte auf gegen ihre Mutter und hatte ihre Verbündeten in der Familie, dazu gehörte ich nicht, doch nahm mich die ewig jammernde und weinende Großmutter zu sich, von der ich aber das Beten lernte.
Ich suchte im Gebet meinen Frieden und fühlte mich bei Jesus zuhause, ging viel in die Kirche aber dort fand ich Jesus nur am Kreuz, tot. Der Pfarrer war eine bedrohliche Gestalt und schlug Kinder. Ich wandte mich in der Jugend ganz vom Glauben ab.

Er viel später fing ich an nach Gott und seiner Wahrheit zu suchen und ER hat sich finden lassen.

Hebr 4,10 Denn wer in die Ruhe Gottes gelangt ist, ruht auch selbst aus von seiner Arbeit, so wie Gott ausruht von der seinen.

Gebet
Danke Herr, dass Du dich hast finden lassen und ich durch dein Wort und den HLGeist Antworten habe, die meine Fragen stillten. Segne auch diesen Tag und bewahre uns vor dem Bösen. Amen

 

Es muss klick machen

Der geistliche Input muss von Gott kommen, denn sonst geht man weiter falsche Wege. Sein Wort ist meines Fußes Leuchte … Ps 119,105a

Es gab Menschen in meiner Kindheit, die nahmen sich Zeit für Gespräche, doch die Bibel hat keiner erwähnt; sie war sogar ein verbotenes Buch bei Katholiken. Es soll alles ein Geheimnis bleiben aber das reichte mir nicht.

So machte ich mich auf die Suche nach der Wahrheit. Es hat sehr spät in meinem Leben *Klick* gemacht. Ich fing an die Bibel zu lesen, legte sie für Jahre beiseite. Erst viel später als ich mich bekehrt hatte, fing ich an zu verstehen. Dabei halfen mir gläubige Christen.

Fast alles in meinem Leben und in der Welt, so erkannte ich, ist auf Sand (Lüge) gebaut. Die Werte, die sowieso verloren gingen, gaben mir keinen Halt mehr.

Wir brauchen täglich Gottes Gnadenthron, so verstand ich,  um mich mit der Wahrheit auseinander zu setzen, denn Jesus hält uns liebevoll den Spiegel vor. An Ihm sehen wir, wo wir noch fehlbar sind. Er ist unser Friede, weil er auch unser Erlöser und  Heiland ist.

IHM gehört der Ruhm und die Ehre. Amen

Gebet
Herr, ich will dir danken, dass du ein Gott bist, der seine Kinder liebt. Danke, dass du mich bei meinem Namen gerufen hast. Segne meinen Tag und alle die dir am Herzen liegen. Amen

Dienst mit Freuden tun

„Wie gut, dass du gekommen bist“, sagt die alte Dame immer, wenn ich sie besuche. Es ist ein Dienst, den Gott mir wohl von klein an leicht machte, denn auch schon da, war ich gerne bei alten Leuten.

Meine Großmutter starb kurz nach meinem 4. Geburtstag. Ich weiß noch genau, dass sie sich zu mir quälte, denn ich war krank zu Bett und konnte sie kommen sehen, denn sie wohnte etwas erhöht im Nachbarhäuschen, das man früher Austragshaus nannte. Sie brachte mir eine Tafel Schokolade und tat mir sehr leid, als sie beim Nachhausegehen, kaum die Türklinke herunter drücken konnte. Ich weinte deswegen und spürte wohl, dass das ihr letzter Besuch war.

So schenkt Gott mir heute diese damals erlebte Nähe und das Mitgefühl für alte Menschen, die schwach geworden sind und an der Grenze stehen, welche für viele die Ewigkeit bei Gott sein wird. Ich hoffe, dass Oma damals auch heimgegangen ist, zum Vater. Das Beten lehrte mich die nächste Großmutter, die mir noch nicht so vertraut war. Sie lebte noch ein Häuschen weiter und mit ihr habe ich viel erlebt.

Gebet

Herr ich danke dir, dass du mich in den schweren Zeiten meiner Kindheit vor dem Schlimmsten bewahrt hast und du mir so gute Großeltern gegeben hast. Danke, dass du mich heute so gebrauchen kannst für diesen Dienst, denn ich liebe es, Deine Liebe weiterzugeben, wie es auch damals die Großeltern und mein Vater taten. Segne unseren Sonntag und bewahre uns  vor dem Bösen. Amen

 

Elterliche Verantwortung

Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet; ja, ihr sollt an Jerusalem getröstet werden.

Jes 66,13   

Ich fragte gestern meinen Mann, ob er sich erinnern kann, dass ihn seine Mutter getröstet hat, denn ich erinnerte mich an einen Vorfall als Kind, da nahm mich meine Mutter und sang:
„Heile, heile Segen,
drei Tage Regen,
drei Tage Schnee,
dann tut es nicht mehr weh.“

Sie blies dabei auf die Wunde und wirklich, der Schmerz war weg.

Heute kommt so manche Mutter heim und braucht wohl selbst Trost. Sie jammert ob des Ärgers, den sie hatte und fährt ihre Kinder beim kleinsten Mux an. Sie sieht nur Fehler und ist schlecht gelaunt. Die Kinder haben das Gefühl, dass sie nichts wert sind und trösten sich selbst mit allerhand unnützem Gebaren. Das Angebot ist groß.

Die Leere, die durch die fehlende Anerkennung entsteht, führt nicht zuletzt zum Hilfeschrei, der durch Verhaltensauffälligkeiten oder gar Selbstmordäußerungen zutage tritt.

Wir Christen sind dazu aufgerufen von der Liebe Gottes zu erzählen.
Lasst es uns Tag für Tag tun.